Experte: Zoll auf China-E-Autos ist Katastrophe für deutsche Industrie
Der Vorstoß der US-Regierung, chinesische Elektroautos mit hohen Zöllen zu belegen, kann sich zu einem gewaltigen Problem für die deutsche Automobilindustrie entwickeln. Eine Lösung zu finden, dürfte für alle Beteiligten nicht gerade einfach sein.
Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Bochumer CAR-Instituts, warnte laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aber davor, leichtfertig auf den Zug Washingtons aufzuspringen. "Für die deutsche Autoindustrie sind die Strafzölle eine Katastrophe", sagte er.
Dafür gibt es mehrere Gründe. So muss beispielsweise befürchtet werden, dass China auf eine Abschottung des europäischen Marktes mit vergleichbaren Maßnahmen reagiert. Damit würden die deutschen Hersteller schnell einen Zugang zu ihrem wichtigsten Absatzmarkt verlieren.
Verlieren würde aus Sicht des Experten wahrscheinlich auch der Verbraucher. Denn aktuell treibt vor allem auch die chinesische Konkurrenz die hiesigen Autohersteller an, nach Möglichkeiten zu suchen, preiswertere Elektromodelle herzustellen. Wenn dieser Druck nicht mehr besteht, dürfte es deutlich länger dauern, bis eine breite Palette an Fahrzeugen verfügbar ist, die von vielen Verbrauchern finanziert werden können.
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Ähnliche Situation
Auch hierzulande haben die Hersteller durchaus ihre Schwierigkeiten mit der neuen Konkurrenz aus China. Die dortigen Produzenten haben nicht nur bei Technik und Ausstattung große Sprünge nach vorn gemacht, sondern können aufgrund massiver staatlicher Förderungen auch mit sehr niedrigen Preisen punkten. Die dadurch entstehende Wettbewerbsverzerrung sollte es eigentlich wünschenswert machen, dass Europa dem Beispiel der USA folgt.Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Bochumer CAR-Instituts, warnte laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aber davor, leichtfertig auf den Zug Washingtons aufzuspringen. "Für die deutsche Autoindustrie sind die Strafzölle eine Katastrophe", sagte er.
Dafür gibt es mehrere Gründe. So muss beispielsweise befürchtet werden, dass China auf eine Abschottung des europäischen Marktes mit vergleichbaren Maßnahmen reagiert. Damit würden die deutschen Hersteller schnell einen Zugang zu ihrem wichtigsten Absatzmarkt verlieren.
Konkurrenz notwendig
Hinzu kommen aber noch andere Unwägbarkeiten. Dudenhöffer verweist darauf, dass auch Fahrzeuge großer deutscher Marken, die in Deutschland verkauft werden, in China vom Band rollen. Das gilt beispielsweise für die Elektro-Modelle der Mini-Tochter BMWs oder auch den Smart.Verlieren würde aus Sicht des Experten wahrscheinlich auch der Verbraucher. Denn aktuell treibt vor allem auch die chinesische Konkurrenz die hiesigen Autohersteller an, nach Möglichkeiten zu suchen, preiswertere Elektromodelle herzustellen. Wenn dieser Druck nicht mehr besteht, dürfte es deutlich länger dauern, bis eine breite Palette an Fahrzeugen verfügbar ist, die von vielen Verbrauchern finanziert werden können.
Zusammenfassung
- US-Regierung plant hohe Zölle auf chinesische Elektroautos
- Deutsche Automobilindustrie könnte stark betroffen sein
- Chinesische Hersteller bieten Technik und Ausstattung zu niedrigen Preisen
- Staatliche Förderungen in China führen zu Wettbewerbsverzerrung
- Branchenexperte Dudenhöffer warnt vor Strafzöllen für deutsche Hersteller
- Abschottung Europas könnte Vergeltungsmaßnahmen Chinas nach sich ziehen
- Deutsche Marken wie BMW und Smart produzieren Elektroautos in China
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Christian Kahle
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