Highlight
Sachsen-Anhalt: Schul-Firewalls für 18 Mio. Euro sind Elektroschrott
Wenn IT-Einkäufe ohne Absprache mit den Einrichtungen, die sie nutzen sollen, erfolgen, kommt am Ende Elektroschrott für Millionen Euro aus dem Steuertopf heraus. Das zeigt sich am Beispiel von Hardware-Firewalls, die für Schulen in Sachsen-Anhalt angeschafft wurden.
Mit den IT-Verantwortlichen an den Schulen war dies aber wohl nicht abgesprochen. Diese bekamen die Geräte geliefert und konnten sich nur entscheiden, ob sie sie ans Netzwerk anschließen oder nicht. Eigene Konfigurationen konnten nicht vorgenommen werden. Bei Tests zeigte sich dann, dass Drucker nicht mehr richtig funktionierten und die Internetzugänge merklich langsamer wurden.
Recherchen des MDR zeigten daher nun, dass die teuren Systeme in vielen Schulen irgendwo herumstehen, aber nicht angeschlossen sind. Dort, wo sie eingesetzt wurden, dürften sie nun auch wieder abgebaut werden - denn der Supportvertrag läuft aus und eine Verlängerung will das Land selbst nicht mehr bezahlen. Hier müssten nun die lokalen Schulträger - also die Kommunen oder Kreise einspringen, die das nötige Geld aber nicht einfach so über haben.
Es geht aber durchaus auch anders. So erklärte ein Schulträger gegenüber dem MDR, dass er die Geräte von Anfang an nicht angenommen habe. Stattdessen kommen dort Geräte des gleichen Herstellers zum Einsatz, die man auf eigene Initiative zu einem deutlich geringeren Preis bekam.
Siehe auch:
Einkauf ins Blaue
Das CDU-geführte Finanzministerium des Bundeslandes wollte im Jahr 2021 etwas für die Verbesserung der IT-Sicherheit an den Schulen tun. Deshalb wurden für 18 Millionen Euro Hardware-Firewalls des US-Anbieters Palo Alto Networks eingekauft. Neben den Geräten umfasste der Vertrag auch den Support über zwei Jahre hinweg, berichtet der MDR.Mit den IT-Verantwortlichen an den Schulen war dies aber wohl nicht abgesprochen. Diese bekamen die Geräte geliefert und konnten sich nur entscheiden, ob sie sie ans Netzwerk anschließen oder nicht. Eigene Konfigurationen konnten nicht vorgenommen werden. Bei Tests zeigte sich dann, dass Drucker nicht mehr richtig funktionierten und die Internetzugänge merklich langsamer wurden.
Recherchen des MDR zeigten daher nun, dass die teuren Systeme in vielen Schulen irgendwo herumstehen, aber nicht angeschlossen sind. Dort, wo sie eingesetzt wurden, dürften sie nun auch wieder abgebaut werden - denn der Supportvertrag läuft aus und eine Verlängerung will das Land selbst nicht mehr bezahlen. Hier müssten nun die lokalen Schulträger - also die Kommunen oder Kreise einspringen, die das nötige Geld aber nicht einfach so über haben.
Es geht anders
"Kommunen, die die Geräte nicht in eigener Verantwortung weiternutzen, haben die Möglichkeit, sie an das Betriebszentrum des Landesnetzes zu senden. Bisher gab es aus der kommunalen Ebene nur wenig Anfragen an uns dazu", hieß es vonseiten des Digitalministeriums, das inzwischen zuständig ist. In den meisten Fällen dürften die Geräte also in irgendeinem Lagerraum landen.Es geht aber durchaus auch anders. So erklärte ein Schulträger gegenüber dem MDR, dass er die Geräte von Anfang an nicht angenommen habe. Stattdessen kommen dort Geräte des gleichen Herstellers zum Einsatz, die man auf eigene Initiative zu einem deutlich geringeren Preis bekam.
Zusammenfassung
- IT-Einkäufe in Sachsen-Anhalt ohne Absprache mit Schulen
- Elektroschrott für Millionen aus Steuergeldern durch Fehlkauf
- 18 Millionen Euro für Hardware-Firewalls von Palo Alto Networks
- Schulen konnten Firewalls nicht selbst konfigurieren
- Teure Systeme oft ungenutzt oder werden demontiert
- Supportvertrag endet, keine Verlängerung durch das Land
- Kommunen sollen für Weiterbetrieb zahlen, aber Geld fehlt
- Unbenutzte Geräte landen meist im Lagerraum
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
DietPi 10.5: das sprichwörtliche Leichtgewicht
d-hubs - Gestern 13:39 Uhr -
Netzwerkproblem 25H2 und jetzt auch mit 24H2
Airboss - Gestern 04:45 Uhr -
Die BCON26, das größte Treffen von Blender-Experten
d-hubs - Vorgestern 14:09 Uhr -
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - 15.06. 15:26 Uhr -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - 15.06. 10:53 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen