Schule: An schwachen Leistungen könnten auch Tablets Schuld sein
Überall wird aktuell ein Rückgang der Leistungen von Schülern beklagt. Als einen der Hauptgründe dafür wird gern die Zeit des Fernunterrichts während der Corona-Pandemie ins Feld geführt - allerdings verweisen Forscher nun auf ein viel einfacheres Problem.
Neurowissenschaftler der Columbia University haben aktuell untersucht, welche Auswirkungen das Lesemedium hat. Und das Ergebnis ist recht klar: Heranwachsende lernen wesentlich besser, wenn sie einen Text in einem klassischen Buch lesen, als wenn dieser auf dem Display eines Notebooks oder Tablets angezeigt wird.
Anhand einer Stichprobe von 59 Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren ließ ein Team unter der Leitung von Dr. Karen Froud die Probanden Originaltexte in beiden Formaten lesen, während sie Haarnetze mit Elektroden trugen. Diese ermöglichten es den Forschern, die unterschiedlichen Reaktionen des Gehirns der Kinder zu analysieren.
Froud und ihr Team sind in ihren Schlussfolgerungen vorsichtig und zögern, konkrete Empfehlungen für Unterrichtsprotokolle und Lehrpläne zu geben. Dennoch erklären die Forscher: "Wir denken, dass diese Studienergebnisse es rechtfertigen, unsere Stimme zu erheben ... und vorzuschlagen, dass wir gedruckte Bücher nicht wegwerfen sollten, da wir in unserer Teilnehmerstichprobe einen Vorteil für die Verarbeitungstiefe beim Lesen von gedruckten Büchern beobachten konnten."
Die Aussagen betreffen allerdings in erster Linie das genannte Alter - wie es sich bei anderen Gruppen darstellt, müsste noch genauer untersucht werden. Denn etwa in der vierten Klasse vollzieht sich ein entscheidender Übergang vom Lesenlernen zum lesend Lernen.
Siehe auch:
Pandemie ist eine leichte Erkenntnis
Sicher spielt es für die Lernleistung eine Rolle, wenn ein Kind den Lehrer nicht mehr vor sich hat, sondern dieser nur auf einem Bildschirm zu sehen ist. Allerdings bringt diese Erkenntnis wenig, um generelle Lehren für die Verbesserung der schulischen Ergebnisse zu ziehen. Es gibt aber durchaus Entwicklungen, die beeinflussbar sind.Neurowissenschaftler der Columbia University haben aktuell untersucht, welche Auswirkungen das Lesemedium hat. Und das Ergebnis ist recht klar: Heranwachsende lernen wesentlich besser, wenn sie einen Text in einem klassischen Buch lesen, als wenn dieser auf dem Display eines Notebooks oder Tablets angezeigt wird.
Anhand einer Stichprobe von 59 Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren ließ ein Team unter der Leitung von Dr. Karen Froud die Probanden Originaltexte in beiden Formaten lesen, während sie Haarnetze mit Elektroden trugen. Diese ermöglichten es den Forschern, die unterschiedlichen Reaktionen des Gehirns der Kinder zu analysieren.
Bücher bitte behalten
Die Studie, die in einem streng kontrollierten Labor am Teachers College durchgeführt wurde, verwendete eine völlig neue Methode der Wortassoziation, bei der die Kinder nach dem Lesen der Texte Aufgaben zur semantischen Beurteilung von Einzelwörtern durchführten.Froud und ihr Team sind in ihren Schlussfolgerungen vorsichtig und zögern, konkrete Empfehlungen für Unterrichtsprotokolle und Lehrpläne zu geben. Dennoch erklären die Forscher: "Wir denken, dass diese Studienergebnisse es rechtfertigen, unsere Stimme zu erheben ... und vorzuschlagen, dass wir gedruckte Bücher nicht wegwerfen sollten, da wir in unserer Teilnehmerstichprobe einen Vorteil für die Verarbeitungstiefe beim Lesen von gedruckten Büchern beobachten konnten."
Die Aussagen betreffen allerdings in erster Linie das genannte Alter - wie es sich bei anderen Gruppen darstellt, müsste noch genauer untersucht werden. Denn etwa in der vierten Klasse vollzieht sich ein entscheidender Übergang vom Lesenlernen zum lesend Lernen.
Zusammenfassung
- Rückgang der Schülerleistungen oft diskutiert
- Fernunterricht als vermuteter Grund angezweifelt
- Studie zeigt Vorteile von Büchern gegenüber Displays
- Columbia University analysiert Lesemedium bei Kindern
- 59 Kinder im Alter von 10-12 Jahren untersucht
- Neuartige Wortassoziationstests nach Lesen angewandt
- Forscher raten zu Vorsicht bei Unterrichtsempfehlungen
- Studie bezieht sich primär auf spezifische Altersgruppe
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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