Aus für Liebherr-Kamera: Wie nachhaltig sind smarte Haushaltsgeräte?
Liebherrs Kühlschrankkamera "Hngrynsite" wird nach nur 18 Monaten nutzlos: Der Hersteller stellt die zugehörige App "Hngry" überraschend ein. Dieses Schicksal könnte viele smarte Geräte ereilen und ruft Verbraucherschützer auf den Plan.
Die "Hngrynsite"-Kamera, erst im Herbst 2023 auf den Markt gebracht, versprach Nutzern einen Echtzeit-Einblick in ihren Kühlschrank. Die Idee dahinter ist bei Weitem älter, schon 2016 hatten wir von dem Projekt berichtet. Per Smartphone-App konnten Verbraucher jederzeit den Inhalt ihres Kühlschranks einsehen, was Doppelkäufe und Lebensmittelverschwendung reduzieren sollte. Doch nach nur 18 Monaten wird das rund 150 Euro teure Gerät nun zu Elektroschrott.
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Smarte Geräte: Vom Helfer zum Hightech-Müll?
Über ähnliche Ärgernisse aus Kundensicht hatten wir schon des Öfteren berichtet, nicht jede smarte Lösung erweist sich als langlebig. Der Haushaltsgerätehersteller Liebherr hat kürzlich angekündigt, seine Einkaufslisten-App "Hngry" zum 31. März 2025 einzustellen. Damit wird auch die dazugehörige Kühlschrankkamera "Hngrynsite" funktionslos.Die "Hngrynsite"-Kamera, erst im Herbst 2023 auf den Markt gebracht, versprach Nutzern einen Echtzeit-Einblick in ihren Kühlschrank. Die Idee dahinter ist bei Weitem älter, schon 2016 hatten wir von dem Projekt berichtet. Per Smartphone-App konnten Verbraucher jederzeit den Inhalt ihres Kühlschranks einsehen, was Doppelkäufe und Lebensmittelverschwendung reduzieren sollte. Doch nach nur 18 Monaten wird das rund 150 Euro teure Gerät nun zu Elektroschrott.
Kurzlebige Elektronik als wachsendes Problem
Für Kunden, die die Kamera direkt bei Liebherr erworben haben, verspricht der Hersteller eine automatische Rückerstattung. Andere Kunden können sich an den Kundendienst wenden beziehungsweise sollten für die Rückerstattung den Verkäufer kontaktieren.Nach reiflicher Überlegung haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, 'Hngry' einzustellen und uns auf eine andere Strategie zu konzentrierenDer Fall wirft allerdings ein Licht auf die Problematik der Nachhaltigkeit von Smart-Home-Produkten. Experten warnen schon länger vor den Folgen kurzlebiger Elektronik. Verbraucherschützer fordern daher strengere Regeln für Hersteller. Es kann nicht sein, dass funktionierende Geräte nach so kurzer Zeit unbrauchbar werden. Denkbar wären längere Supportzeiträume und offene Schnittstellen, damit Drittanbieter einspringen können.
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Zusammenfassung
- Liebherr stellt App 'Hngry' und Kühlschrankkamera 'Hngrynsite' ein
- Nach nur 18 Monaten wird 150-Euro-Gerät zu Elektroschrott
- Kunden erhalten Rückerstattung für direkt bei Liebherr gekaufte Kameras
- Der Fall zeigt die Problematik der Nachhaltigkeit von Smart-Home-Produkten
- Verbraucherschützer fordern strengere Regeln für Gerätehersteller
- Längere Supportzeiträume und offene Schnittstellen werden diskutiert
- Debatte über Lebensdauer von smarten Haushaltsgeräten entfacht
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