Apple macht Apple-Sachen und will für EU-Sideloading Geld verlangen
Apple hat den Ruf eines skrupellosen kapitalistischen Konzerns - weil sich das Unternehmen wie ein skrupelloser kapitalistischer Konzern verhält. Das könnte auch die EU-Öffnung des App Store zeigen, denn Apple will offenbar von Entwicklern für Sideloading Geld verlangen.
Die Europäische Union sah das aber anders und zwang Apple zu einer Öffnung des App Store. Dem kalifornischen Konzern bleibt nichts anderes übrig, als in der EU das Sideloading zu erlauben. Derzeit ist zwar bislang nicht offiziell bekannt, wie das umgesetzt wird, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass man den App Store in der EU vom Rest der Welt "abspalten" wird, um hierzulande Sideloading zu ermöglichen.
Eine gute Nachricht? Das wird sich erst zeigen. Denn in einem aktuellen Report des Wall Street Journal (WSJ) heißt es, dass Apple vorhat, dafür Geld zu verlangen: "Apple plant, neue Gebühren und Beschränkungen einzuführen, wenn es beginnt, das Herunterladen von Apps außerhalb des geschlossenen Ökosystems des iPhones zu erlauben."
Man will nicht nur mitverdienen, laut WSJ möchte Apple außerdem die Kontrolle über Apps behalten, die via Sideloading auf iOS bzw. das jeweilige Gerät kommen. Beides würde die Vorgaben des EU-Gesetzes über digitale Märkte weitgehend ad absurdum führen, vorausgesetzt der Bericht stimmt und Apple kommt damit durch.
Siehe auch:
- EU zwingt Apple zur Öffnung des App Store für Sideloading
- Cupertino will für App-Installationen neben dem Store kassieren
- Apples Hauptargument gegen Sideloading ist die Nutzersicherheit
- WSJ berichtet über geplante Gebühren und Kontrollen durch Apple
- Apple möchte Kontrolle über Apps behalten
- In den USA externe Zahlungswege zugelassen, aber ohne Vorteil für Entwickler
Sideloading gefährdet Sicherheit (lies: Einnahmen)
Das Unternehmen aus Cupertino sträubt sich mit aller Macht dagegen, das sogenannte Sideloading zu erlauben, also die Möglichkeit zur App-Installation am offiziellen Store vorbei. Das Hauptargument dabei: Nur der Weg über den App Store ist sicher, Sideloading sei eine massive Gefährdung der Nutzer.Die Europäische Union sah das aber anders und zwang Apple zu einer Öffnung des App Store. Dem kalifornischen Konzern bleibt nichts anderes übrig, als in der EU das Sideloading zu erlauben. Derzeit ist zwar bislang nicht offiziell bekannt, wie das umgesetzt wird, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass man den App Store in der EU vom Rest der Welt "abspalten" wird, um hierzulande Sideloading zu ermöglichen.
Eine gute Nachricht? Das wird sich erst zeigen. Denn in einem aktuellen Report des Wall Street Journal (WSJ) heißt es, dass Apple vorhat, dafür Geld zu verlangen: "Apple plant, neue Gebühren und Beschränkungen einzuführen, wenn es beginnt, das Herunterladen von Apps außerhalb des geschlossenen Ökosystems des iPhones zu erlauben."
Man will nicht nur mitverdienen, laut WSJ möchte Apple außerdem die Kontrolle über Apps behalten, die via Sideloading auf iOS bzw. das jeweilige Gerät kommen. Beides würde die Vorgaben des EU-Gesetzes über digitale Märkte weitgehend ad absurdum führen, vorausgesetzt der Bericht stimmt und Apple kommt damit durch.
Apple trickst auch in den USA
Einen vergleichbaren "Trick" hat Apple zuletzt in den USA durchgeführt: Denn man hat in einem Punkt in der Klage von Epic Games verloren und muss externe Zahlungswege erlauben. Das wurde zwar umgesetzt und die "Apple-Steuer" auf 27 Prozent gesenkt - unter dem Strich haben die Entwickler dadurch aber keinen Vorteil. Apple hat die Gerichtsentscheidung also zwar genau genommen umgesetzt, in der Praxis ist sie aber so unattraktiv, dass sich nichts ändert.Siehe auch:
- Apple erlaubt externe Zahlungen, macht diese aber völlig unattraktiv
- iOS-App-Monopol endet: Nach der EU zwingt Japan Apple zu Sideloading
- EU macht Druck: Apple iOS soll bald Sideloading von Apps erlauben
- iOS 17-Sideloading: Apple plant, sich zu beugen, aber nicht darüber sprechen
- Bericht: Apple will iOS mit Version 17 für Sideloading von Apps öffnen
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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