Apple erlaubt externe Zahlungen, macht diese aber völlig unattraktiv
Apple hat seit dem Start seiner digitalen Verkaufsplattformen diese so restriktiv wie nur möglich gemacht, das betrifft in erster Linie die Einnahmen über die sogenannte "Apple-Steuer". Dagegen kämpfen Konkurrenten und auch die Politik, doch das ist mehr als mühsam.
Konkret geht es darum, dass Apple nun Zugriff auf alternative Zahlungsdienstleister erlauben muss, also am eigenen Gebührensystem vorbei. Oder zumindest teilweise: Denn in den USA können Entwickler externe Bezahlplattformen nutzen, in diesem Fall reduziert Apple die Beteiligung auf 27 Prozent - bislang waren es in der Regel 30 Prozent. Wer Mitglied im App Store Small Business Program ist, der überweist nun zwölf Prozent an Apple.
Das klingt nach einer Verbesserung, in der Praxis ist es aber keine, wie auch Tom Warren auf Twitter erklärt und zusammenfasst: "Apples App Store-Richtlinien erlauben es US-Entwicklern jetzt, Links zu externen Zahlungen zu erstellen. Apple kassiert aber immer noch einen Anteil von 27 Prozent, sodass es für die Entwickler im Grunde keinen Unterschied macht, wenn sie die Gebühren für die Zahlungsabwicklung anderswo bezahlt haben. Was für eine Farce."
Auch Epic-Chef Tim Sweeney ist alles andere als zufrieden und weist darauf hin, dass nach einer "Apple-Steuer" von 27 Prozent noch einmal drei bis sechs Prozent Gebühr für den jeweiligen Dienstleister fällig werden. Man zahlt also tendenziell sogar mehr statt weniger, wenn man sich gegen Apple entscheidet.
Sweeney weiter: "Apple schreibt alle Aspekte dieser Links vor und lässt sie nicht im normalen Zahlungsfluss der App zu. Stattdessen müssen die Links in einem anderen Bereich der App untergebracht werden, weit weg von den Stellen, an denen die Nutzer tatsächlich etwas kaufen."
Auch danach unternimmt Apple alles, um das Nutzungserlebnis so unkomfortabel wie nur möglich zu machen, so Sweeney, unter anderem durch das Öffnen einer Browser-Session, in der sich der Nutzer erneut anmelden muss. Schließlich gibt es auch noch eine "Scare Screen"-Einblendung, die von Konkurrenzzahlungen abschrecken soll.
Siehe auch:
Apple muss Epic-Klage (in einem Punkt) umsetzen
Apple und seine Gebühren sind ein Thema, das seit vielen Jahren für Kontroversen sorgt und auch immer wieder vor Gericht landet. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino bewegt sich auch, aber keinen Millimeter weiter, als man muss. Nun hat das US-amerikanische Höchstgericht eine Berufung Apples im Fall Epic Games abgewiesen, das hat zur Folge, dass der Konzern nun die aktualisierten App-Store-Guidelines umsetzt, die im Zuge der Entscheidungen in diesem Fall zwingend werden.Konkret geht es darum, dass Apple nun Zugriff auf alternative Zahlungsdienstleister erlauben muss, also am eigenen Gebührensystem vorbei. Oder zumindest teilweise: Denn in den USA können Entwickler externe Bezahlplattformen nutzen, in diesem Fall reduziert Apple die Beteiligung auf 27 Prozent - bislang waren es in der Regel 30 Prozent. Wer Mitglied im App Store Small Business Program ist, der überweist nun zwölf Prozent an Apple.
Das klingt nach einer Verbesserung, in der Praxis ist es aber keine, wie auch Tom Warren auf Twitter erklärt und zusammenfasst: "Apples App Store-Richtlinien erlauben es US-Entwicklern jetzt, Links zu externen Zahlungen zu erstellen. Apple kassiert aber immer noch einen Anteil von 27 Prozent, sodass es für die Entwickler im Grunde keinen Unterschied macht, wenn sie die Gebühren für die Zahlungsabwicklung anderswo bezahlt haben. Was für eine Farce."
Auch Epic-Chef Tim Sweeney ist alles andere als zufrieden und weist darauf hin, dass nach einer "Apple-Steuer" von 27 Prozent noch einmal drei bis sechs Prozent Gebühr für den jeweiligen Dienstleister fällig werden. Man zahlt also tendenziell sogar mehr statt weniger, wenn man sich gegen Apple entscheidet.
Sweeney weiter: "Apple schreibt alle Aspekte dieser Links vor und lässt sie nicht im normalen Zahlungsfluss der App zu. Stattdessen müssen die Links in einem anderen Bereich der App untergebracht werden, weit weg von den Stellen, an denen die Nutzer tatsächlich etwas kaufen."
Auch danach unternimmt Apple alles, um das Nutzungserlebnis so unkomfortabel wie nur möglich zu machen, so Sweeney, unter anderem durch das Öffnen einer Browser-Session, in der sich der Nutzer erneut anmelden muss. Schließlich gibt es auch noch eine "Scare Screen"-Einblendung, die von Konkurrenzzahlungen abschrecken soll.
Zusammenfassung
- Apple hält digitale Verkaufsplattformen restriktiv
- Konkurrenz und Politik kämpfen gegen "Apple-Steuer"
- US-Höchstgericht weist Apples Berufung im Epic Games Fall ab
- Apple muss alternative Zahlungsdienstleister zulassen
- Entwickler zahlen nun 27% statt 30% an Apple
- Externe Zahlungen machen für Entwickler kaum Unterschied
- Epic-Chef Sweeney kritisiert hohe Kosten und umständliche Nutzung
Siehe auch:
- Wegen eines Punktes: Apple zieht gegen Epic vor das Höchstgericht
- Apple triumphiert über Epic Games, das in der Berufung scheitert
- Apple-Klage: Microsoft stellt sich in der Berufung auf Epic Games Seite
- Epic-Chef fordert gemeinsamen App-Store von Apple und Google
- Apple vs. Epic: Berufung gegen Urteil zu alternativen Zahlmethoden
Thema:
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