Volkswagen: Software ist schwer - neue Modelle verzögern sich weiter
Einer der Gründe, dass die etablierten Automobilkonzerne sich bei den Elektroautos schwertun, ist das veränderte Paradigma: Statt hoher Kunst in der Mechanik ist vor allem Software-Können gefragt. Die daraus resultierenden Probleme sieht man aktuell bei Volkswagen.
Wie aus einem Bericht der Automobilwoche hervorgeht, wird das Elektroauto erst im kommenden März starten können. Hintergrund dessen seien weitere Verzögerungen bei der VW-Tochter Cariad, bei der die Softwareentwicklung für den gesamten Konzern zusammengefasst wird.
Im Sommer hatte der Ingenieur Peter Bosch die Leitung bei Cariad übernommen und soll für mehr Effizienz sorgen. Denn inzwischen ist auch den VW-Managern klar, dass nicht mehr die Mechaniker die eigentlich wichtige Arbeit zu leisten haben, sondern die Programmierer. Bosch habe nun intern aber klargemacht, dass man weitere 16 bis 18 Wochen benötige, um die Software auf einen zufriedenstellenden Stand zu bekommen.
Parallel zur Fertigstellung der Software muss Bosch bei Cariad auch noch einen heftigen Kürzungsplan umsetzen. Von 6500 Stellen in Deutschland sollen 2000 wegfallen. Denn trotz der Bedeutung des Softwarebereichs will die Konzernführung dafür sorgen, dass nicht mehr enorme Geldmengen verbrannt werden. Hinter diesem Vorhaben steckt auch die Entscheidung, keine eigene Benutzer-Software in die Modelle zu bringen, sondern wieder auf die CarPlay-Angebote von Google zurückzugreifen.
Siehe auch:
- Einführung des Audi Q6 e-tron erneut verschoben
- VW-Tochter Cariad ist für die Softwareentwicklung verantwortlich
- Cariad benötigt weitere 16-18 Wochen für Software-Optimierung
- Die Software wird in über 60 kommenden VW-Modellen eingesetzt
- Parallel plant Cariad einen Stellenabbau von 2000 Jobs
- VW plant, Kosten im Softwarebereich zu reduzieren
- VW entscheidet sich gegen eigene Benutzer-Software, nutzt CarPlay
Alles dauert länger
Erneut muss bei der Tochtergesellschaft Audi die Einführung des Q6 e-tron verschoben werden. Dieser sollte eigentlich längst da sein, was aber aufgrund von Verzögerungen bei der Softwareentwicklung nicht möglich war. Zumindest wollte man das Modell nun aber noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit präsentieren, was nun aber auch nicht klappt.Wie aus einem Bericht der Automobilwoche hervorgeht, wird das Elektroauto erst im kommenden März starten können. Hintergrund dessen seien weitere Verzögerungen bei der VW-Tochter Cariad, bei der die Softwareentwicklung für den gesamten Konzern zusammengefasst wird.
Im Sommer hatte der Ingenieur Peter Bosch die Leitung bei Cariad übernommen und soll für mehr Effizienz sorgen. Denn inzwischen ist auch den VW-Managern klar, dass nicht mehr die Mechaniker die eigentlich wichtige Arbeit zu leisten haben, sondern die Programmierer. Bosch habe nun intern aber klargemacht, dass man weitere 16 bis 18 Wochen benötige, um die Software auf einen zufriedenstellenden Stand zu bekommen.
Kürzungen inklusive
Für Volkswagen dürfte es jetzt sinnvoller sein, hier solide Arbeit zu leisten, statt die Software schnell für den Q6 e-tron fertigzubekommen. Denn auf ihrer Basis wird nicht nur dieses Modell und der Macan bei Porsche beruhen. Der Code wird vielmehr in über 60 kommenden Modellen des VW-Konzerns zum Einsatz kommen.Parallel zur Fertigstellung der Software muss Bosch bei Cariad auch noch einen heftigen Kürzungsplan umsetzen. Von 6500 Stellen in Deutschland sollen 2000 wegfallen. Denn trotz der Bedeutung des Softwarebereichs will die Konzernführung dafür sorgen, dass nicht mehr enorme Geldmengen verbrannt werden. Hinter diesem Vorhaben steckt auch die Entscheidung, keine eigene Benutzer-Software in die Modelle zu bringen, sondern wieder auf die CarPlay-Angebote von Google zurückzugreifen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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