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EU: "Sehr schwere Mängel" beim Glasfaserausbau in Deutschland
Deutschland steht bei einer Bestandsaufnahme über die digitale Infrastruktur auf europäischer Ebene einmal mehr ziemlich schlecht da. Insbesondere beim Glasfaserausbau gebe es kaum tragbare Mängel, heißt es in einem aktuellen Bericht der EU-Kommission.
Dieser Wert ist dabei wohlgemerkt der europäische Durchschnitt. In Deutschland, das sich gern als führende Wirtschaftsnation der EU präsentiert, kommt man hingegen nur auf einen Wert von 19 Prozent, womit der gesamteuropäische Wert ordentlich nach unten gezogen werden dürfte.
Aber nicht nur die kabelgebundene Internetversorgung der Bevölkerung lässt in Deutschland deutlich zu wünschen übrig. Auch beim 5G-Ausbau bestehe im europäischen Vergleich noch deutlicher Nachholbedarf - obwohl es hier immerhin etwas besser aussieht. Mehr getan werden müsse aber auch im Bereich der Digitalisierung in den Behörden - hier hängen derzeit noch viele Projekte hinterher und die stark gekürzten Mittel für den Bereich dürften auch dafür sorgen, dass es kaum zu schnellen Verbesserungen kommt.
Der Bericht der EU-Kommission ist eine wichtige Bestandsaufnahme darüber, wie gut die Arbeit an den digitalen Themen in der EU vorangeht. Die Zielsetzungen sehen unter anderem vor, dass bis 2030 alle Haushalte Zugang zu Glasfaser-Anschlüssen und 5G-Mobilfunknetzen verfügen. Außerdem will man den Weltmarktanteil bei Halbleitern verdoppeln.
Siehe auch:
Weit abgeschlagen
Diese hat gestern in Brüssel das Papier "State of the Digital Decade" veröffentlicht, in dem der aktuelle Stand bei der Digitalisierung im EU-Raum erfasst wird. Darin kommt man zu dem Ergebnis: "Derzeit erreichen Glasfasernetze, die für die Gigabit-Netzanbindung von entscheidender Bedeutung sind, nur 56 Prozent der Haushalte."Dieser Wert ist dabei wohlgemerkt der europäische Durchschnitt. In Deutschland, das sich gern als führende Wirtschaftsnation der EU präsentiert, kommt man hingegen nur auf einen Wert von 19 Prozent, womit der gesamteuropäische Wert ordentlich nach unten gezogen werden dürfte.
Aber nicht nur die kabelgebundene Internetversorgung der Bevölkerung lässt in Deutschland deutlich zu wünschen übrig. Auch beim 5G-Ausbau bestehe im europäischen Vergleich noch deutlicher Nachholbedarf - obwohl es hier immerhin etwas besser aussieht. Mehr getan werden müsse aber auch im Bereich der Digitalisierung in den Behörden - hier hängen derzeit noch viele Projekte hinterher und die stark gekürzten Mittel für den Bereich dürften auch dafür sorgen, dass es kaum zu schnellen Verbesserungen kommt.
Es gibt auch Lob
Es gab aber nicht nur Schelte für Deutschland, sondern auch einiges an Lob. So stehe man an der Spitze bei verschiedenen wichtigen Forschungsthemen, insbesondere in die Entwicklung von Quantencomputern wird hierzulande viel investiert. Und auch bei der Stärkung der europäischen Chipindustrie spielt Deutschland eine führende Rolle. Mit der Bundeshauptstadt Berlin verfügt das Land außerdem über den attraktivsten europäischen Standort für Startups.Der Bericht der EU-Kommission ist eine wichtige Bestandsaufnahme darüber, wie gut die Arbeit an den digitalen Themen in der EU vorangeht. Die Zielsetzungen sehen unter anderem vor, dass bis 2030 alle Haushalte Zugang zu Glasfaser-Anschlüssen und 5G-Mobilfunknetzen verfügen. Außerdem will man den Weltmarktanteil bei Halbleitern verdoppeln.
Zusammenfassung
- Deutschland schneidet in Bericht zur digitalen Infrastruktur schlecht ab
- Nur 19% der deutschen Haushalte haben Zugang zu Glasfasernetzen
- Auch beim 5G-Ausbau besteht in Deutschland deutlicher Nachholbedarf
- Mängel bei der Digitalisierung verlangsamen Fortschritt
- Deutschland führend in Forschungsthemen wie Quantencomputer
- Deutschland spielt Schlüsselrolle bei Stärkung der Chipindustrie
- Berlin ist attraktivster europäischer Standort für Startups
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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