Nach Glasfaser-Sabotage: Bahn schafft es nicht, ihre Technik zu sichern
In Berlin waren 2022 Glasfaserkabel bei einem Sabotageakt durchtrennt worden und brachten den Zugverkehr stellenweise zum Erliegen. Wie sich zeigt, zog die Bahn aus dem Vorfall keine Konsequenzen. Kritische Technik ist Monate später immer noch vollkommen ungeschützt.
Nach einem solchen Ereignis möchte man meinen, dass Konsequenzen in Bezug auf die Absicherung solcher Anlagen eine sehr hohe Priorität haben sollten. Bei der Bahn gibt es aber Monate nach dem Vorfall keine Anzeichen dafür, dass das Unternehmen Handlungsbedarf sieht.
Wie der Spiegel auf Basis von Recherchen in Berlin herausfand, befindet sich der Ort der Sabotage auch 9 Monate später im Hinblick auf die Absicherung der Kabel in einem desolaten Zustand. An der leicht zugänglichen Stelle im Norden Berlins sind zahlreiche Kabel zu finden, die schlicht in der Böschung liegen.
Die Führungen, die diese Kable halten sollten, sind schon längst so marode, dass sie den Kabeln keinerlei Schutz mehr bieten. Für jedermann sind auch die Beschriftung und Symbole auf den Kabeln erkennbar, neben TK-Kabel der Bahn stechen die blau ummantelten Glasfaserkabel hier sozusagen jedem sofort ins Auge.
Angesprochen auf den Zustand, zeigt sich das Eisenbahnbundesamt laut Golem empört: "Die Fotos zeigen einen Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik. Grundsätzlich sind Kabel geschützt zu verlegen", so die Behörde, die eigentlich für die Einhaltung dieser Regeln zuständig ist. Die Bahn selbst wirkt auf Anfrage des Spiegels etwas ertappt und sichert eilig Besserung zu: "Die Arbeiten sollen bis zum kommenden Wochenende abgeschlossen sein", so eine Sprecherin.
Siehe auch:
Kritische Technik nach Sabotageakt noch ungeschützt
GSM-R, das Funksystem der in der EU verkehrenden Eisenbahnen, hat wichtige logistische, aber auch sicherheitstechnische Funktionen. Ein Ausfall sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Am 8. Oktober letzten Jahres hatten Unbekannte in Berlin ein Glasfaserkabel durchtrennt und GSM-R weitreichend zum Ausfall gebracht. Die Bahn musste den Zugverkehr teilweise einstellen.Nach einem solchen Ereignis möchte man meinen, dass Konsequenzen in Bezug auf die Absicherung solcher Anlagen eine sehr hohe Priorität haben sollten. Bei der Bahn gibt es aber Monate nach dem Vorfall keine Anzeichen dafür, dass das Unternehmen Handlungsbedarf sieht.
Wie der Spiegel auf Basis von Recherchen in Berlin herausfand, befindet sich der Ort der Sabotage auch 9 Monate später im Hinblick auf die Absicherung der Kabel in einem desolaten Zustand. An der leicht zugänglichen Stelle im Norden Berlins sind zahlreiche Kabel zu finden, die schlicht in der Böschung liegen.
Die Führungen, die diese Kable halten sollten, sind schon längst so marode, dass sie den Kabeln keinerlei Schutz mehr bieten. Für jedermann sind auch die Beschriftung und Symbole auf den Kabeln erkennbar, neben TK-Kabel der Bahn stechen die blau ummantelten Glasfaserkabel hier sozusagen jedem sofort ins Auge.
Angesprochen auf den Zustand, zeigt sich das Eisenbahnbundesamt laut Golem empört: "Die Fotos zeigen einen Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik. Grundsätzlich sind Kabel geschützt zu verlegen", so die Behörde, die eigentlich für die Einhaltung dieser Regeln zuständig ist. Die Bahn selbst wirkt auf Anfrage des Spiegels etwas ertappt und sichert eilig Besserung zu: "Die Arbeiten sollen bis zum kommenden Wochenende abgeschlossen sein", so eine Sprecherin.
Zusammenfassung
- 2022: Sabotageakt durchtrennte Glasfaserkabel in Berlin.
- Kabel Monate später immer noch ungeschützt.
- Kabel in Böschung, Führungen marode, Beschriftung erkennbar.
- Eisenbahnbundesamt empört, Verstoß gegen Regeln.
Siehe auch:
- Die Bahn muss zerschlagen werden - fordert die Monopolkommission
- Deutsche Bahn: So soll eine KI für deutlich mehr Pünktlichkeit sorgen
- Bund und Bahn investieren halbe Mrd. Euro in neue Bahnhofsmonitore
- Besserer Empfang & mehr: Der neue ICE 3 Neo der Bahn startet jetzt
- Datenkrake DB Navigator? Streit eskaliert, Klage gegen Bahn erhoben
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen