Brandenburg-Chef fordert mehr Preisgerechtigkeit für Windkraft-Länder
Mehrere Bundesländer - insbesondere Bayern - haben sich zuletzt lautstark gegen unterschiedliche Strompreiszonen in Deutschland gewehrt. Der Landesvater Brandenburgs kämpft hingegen für eine solche Reform - damit es "endlich mehr Gerechtigkeit" gibt.
Aktuell zahlen die Bundesländer, die viel Windkraft ausgebaut haben, mit dafür, dass der bei ihnen produzierte Strom auch in die Regionen geleitet werden kann, die sich bisher stark zurückhielten - das betrifft vornehmlich auch Bayern, bei denen es in den letzten Jahren im Hinblick auf Windkraft kaum vorangeht.
"Die bundesweite Neuregelung muss endlich für mehr Gerechtigkeit sorgen. Auch wenn das Herrn Söder nicht passt", sagte Woidke in Richtung des bayerischen Ministerpräsidenten, der zuletzt lautstark gegen eine entsprechende Reform geschimpft hatte. In Bayern als flächenmäßig größtem Bundesland stehen gerade einmal 4 Prozent der Windkraftanlagen. Brandenburg liegt hingegen mit 14 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Niedersachsen.
Bei der Bundesnetzagentur steht man in Sachen anders strukturierter Netzentgelte bereits in den Startlöchern. Im Grunde wartet man hier nur noch darauf, dass der Bundestag einen bereits vorliegenden Gesetzentwurf bearbeitet und verabschiedet. Söder hingegen befürchtet, dass die Regelung der Industrie in seinem Bundesland schadet. Bereits seit Jahren ist ein Trend zu beobachten, nach dem Neuansiedlungen oft dort passieren, wo billiger Windstrom verfügbar ist. Eine Umstrukturierung der Netzentgelte könnte dies so weit vorantreiben, dass auch bestehende Werke in Richtung Norden verlagert werden.
Siehe auch:
- Viele Bundesländer wehren sich gegen unterschiedliche Strompreiszonen
- Woidke befürwortet solche Reform für mehr Gerechtigkeit
- Bundesnetzagentur unterstützt Reform zur Entlastung
- Bayern hat nur 4% der Windkraftanlagen, Brandenburg mit 14% auf Platz 2
- Woidke kritisiert Nachteile für Bürger und Unternehmen
- Bundesnetzagentur wartet auf Verabschiedung eines Gesetzentwurfs
Mehr Gerechtigkeit
Ministerpräsident Dietmar Woidke freute sich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA, dass endlich Bewegung in die Sache käme. Denn auch die Bundesnetzagentur ist inzwischen auf den Zug aufgesprungen. Es geht darum, dass insbesondere die Regionen, in denen viel billiger Windstrom produziert wird, bei den Netzentgelten entlastet werden.Aktuell zahlen die Bundesländer, die viel Windkraft ausgebaut haben, mit dafür, dass der bei ihnen produzierte Strom auch in die Regionen geleitet werden kann, die sich bisher stark zurückhielten - das betrifft vornehmlich auch Bayern, bei denen es in den letzten Jahren im Hinblick auf Windkraft kaum vorangeht.
"Die bundesweite Neuregelung muss endlich für mehr Gerechtigkeit sorgen. Auch wenn das Herrn Söder nicht passt", sagte Woidke in Richtung des bayerischen Ministerpräsidenten, der zuletzt lautstark gegen eine entsprechende Reform geschimpft hatte. In Bayern als flächenmäßig größtem Bundesland stehen gerade einmal 4 Prozent der Windkraftanlagen. Brandenburg liegt hingegen mit 14 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Niedersachsen.
Söder fürchtet um Industrie
"Das Windrad vor dem Wohnzimmerfenster und die hohe Stromrechnung im Briefkasten", fasste Woidke die aktuelle Lage zusammen. Das sei klar zum Nachteil der Bürger und Unternehmen in den Ländern, die gerade viel für den Ausbau der Windkraft getan hätten.Bei der Bundesnetzagentur steht man in Sachen anders strukturierter Netzentgelte bereits in den Startlöchern. Im Grunde wartet man hier nur noch darauf, dass der Bundestag einen bereits vorliegenden Gesetzentwurf bearbeitet und verabschiedet. Söder hingegen befürchtet, dass die Regelung der Industrie in seinem Bundesland schadet. Bereits seit Jahren ist ein Trend zu beobachten, nach dem Neuansiedlungen oft dort passieren, wo billiger Windstrom verfügbar ist. Eine Umstrukturierung der Netzentgelte könnte dies so weit vorantreiben, dass auch bestehende Werke in Richtung Norden verlagert werden.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema
- Jackery SolarVault 3 Pro: Einfach installierbarer Stromspeicher
- Strom für Notebooks per USB-C: Netzteile von Anker im Test
- EcoFlow Delta 2: Powerstation bewährt sich im Langzeit-Test
- EcoFlow Stream AC Pro: Heimspeicher mit fast 2 kWh im Test
- EcoFlow Stream Ultra X: Stromspeicher für den Haushalt im Test
Bluetti AC200Max im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Clippy-Comeback ist ein Krypto-Scam: Hacker kapern Microsoft-Account
- Windows: Microsoft-Veteran entdeckt nach 26 Jahren klugen Scroll-Trick
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11: Microsoft bestätigt neuen Update-Bug - Apps stürzen ab
- Sonnensystem: Neue Studie berechnet ein deutlich früheres Ende
- iPhone 18 Pro: Diese vier Probleme scheinen verbreitet zu sein
- Nach 78 Jahren: Citroën 2CV vor dem Comeback - Erste Bilder der E-Ente
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
server share verbinden per .bat im startup-ordner
rolfclaus - Gestern 16:32 Uhr -
News aus dem Tails (& Tor)-Ökosystem: dem tragbare Betriebssystem
d-hubs - Gestern 13:00 Uhr -
LibreOffice News: V 26.8.1 freigegeben
d-hubs - Gestern 00:37 Uhr -
ein Blick auf die nächsten Open-Source-Events:
d-hubs - 01.10. 23:38 Uhr -
der open-source-herbst
d-hubs - 01.10. 23:18 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen