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HP: Gerichtsschlappe, weil All-in-one-Drucker ohne Tinte nicht scannt

Multifunktionsdrucker alias All-in-One- bzw. AiO-Geräte sind populär, weil sie nicht nur ihre Kernfunktion beherrschen, sondern auch Faxen und Scannen ermöglichen. Diese Features sind nun Gegenstand einer Klage, weil sie bei HP nicht funktionieren, wenn die Tinte aus ist.
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Tot ohne Tinte

Das Thema Drucker und Tinte ist seit vielen Jahren ein Ärgernis, denn die Hersteller unternehmen alles, um Kunden daran zu hindern, zumeist wesentlich günstigere Patronen zu verwenden. Die Kunden hingegen sind in der Regel stinksauer, weil ihnen verwehrt wird, eine Hardware so zu nutzen, wie sie es möchten.

Das zeigt nun auch der Fall HP: Denn der bekannte Hersteller sieht sich mit einer Klage konfrontiert, in der Besitzer eines All-in-One-Druckers dem Unternehmen vorwerfen, dass dieser es verschwiegen habe, dass das Gerät überhaupt nicht mehr funktioniert, wenn die Tinte leer ist. Wie The Register berichtet, sind die Kläger der Ansicht, dass die Information verschwiegen wurde, wonach das All-in-One-Gerät Software besitzt, die Nicht-Drucker-Funktionen deaktiviert - und letztlich die Kunden zum Kaufen neuer Tinte zwingt.


Die Sammelklage konnte nun einen ersten Erfolg feiern, denn eine kalifornische Richterin wies den Antrag von HP ab, die Klage nicht zuzulassen. Die Kläger hielten zuvor dagegen und teilten gegenüber dem Gericht mit: "Es ist gut dokumentiert, dass zum Scannen oder Faxen eines Dokuments keine Tinte benötigt wird, und es ist durchaus möglich, einen All-in-One-Drucker herzustellen, der scannt oder faxt, wenn das Gerät keine Tinte mehr hat."

HP-Support hat das bestätigt

Die aktualisierte Klage - die erste wies Richterin Beth Labson Freeman ab, weil die Vorwürfe nicht ausreichend ausformuliert waren - beinhaltet Aussagen des HP-eigenen Supports. Darin teilte ein Mitarbeiter einem Nutzer, der sich über derartige Probleme beschwerte, in einem Forenbeitrag mit, dass sein "HP-Drucker so konstruiert ist, dass er mit leerer Patrone oder ohne Patrone nicht funktioniert".

Das ist auch ein wichtiger Punkt, warum Richterin Freeman nun den Antrag von HP abwies und mitteilte: "Zum derzeitigen Zeitpunkt stellt der Beitrag im Forum eine Tatsachenbehauptung dar, die die Behauptung der Kläger untermauert, dass HP seine Drucker so konzipiert hat, dass sie bestimmte Funktionen deaktivieren, wenn die Tinte aufgebraucht ist." Sie ließ damit die Klage zu.

Zusammenfassung
  • HP wird wegen All-in-One-Druckern verklagt
  • Geräte funktionieren nicht, wenn Tinte leer ist
  • Kläger: HP hat diese Information verschwiegen
  • Kalifornische Richterin lässt Klage zu
  • Kläger argumentieren, Scannen und Faxen erfordern keine Tinte
  • HP-Support bestätigt, Geräte funktionieren ohne Tinte nicht

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