HP schaltet mit Tinten-Abos Drittanbieter aus und verdient glänzend
Mit den Käufern von Druckern macht der Konzern HP aus seiner Sicht einfach nicht genug Geld. Daher arbeitet man immer intensiver daran, die Geschäftsmodelle der Software-Welt zu adaptieren und die Nutzer in dauerhafte Abomodelle zu ziehen.
HPs Finanzchefin Marie Myers ging damit zumindest auf der von einer Großbank durchgeführten UBS Global Technology Conference offener um - immerhin bestand das Publikum hier auch in erster Linie aus Investoren. Diesen machte sie klar, dass Einzelverkäufe von Produkten nicht gerade ideal sind, um gut zu verdienen.
"Wir sehen absolut, dass, wenn man einen Kunden von diesem reinen Transaktionsmodell wegbringt - ob es sich nun um Instant Ink handelt oder um das Hinzufügen von Papier - wir sozusagen eine 20-prozentige Steigerung des Kundenwerts sehen, weil man diese Person bindet", erklärte sie laut eines Berichtes des britischen Magazins The Register.
Dabei geht es gar nicht unbedingt darum, dass Nutzer mehr zahlen, als wenn sie einzelne Tintenpatronen nachkaufen. Es genügt HP völlig, dass die Kunden nicht mehr auf die Idee kommen, Patronen eines Drittanbieters zu kaufen, wenn ihnen die Tinte ausgeht.
Siehe auch:
Einzelverkäufe sind untauglich
Für gewöhnlich sprechen Manager eher nicht offen darüber, dass man Kunden fester an das Unternehmen binden will. Stattdessen verkündet man lieber, wie wichtig der Firma das Wohlergehen und gute Nutzungserlebnisse aufseiten der User sind. Letztlich geht es aber immer darum, Geschäfte mit möglichst guten Gewinnmargen zu etablieren.HPs Finanzchefin Marie Myers ging damit zumindest auf der von einer Großbank durchgeführten UBS Global Technology Conference offener um - immerhin bestand das Publikum hier auch in erster Linie aus Investoren. Diesen machte sie klar, dass Einzelverkäufe von Produkten nicht gerade ideal sind, um gut zu verdienen.
"Wir sehen absolut, dass, wenn man einen Kunden von diesem reinen Transaktionsmodell wegbringt - ob es sich nun um Instant Ink handelt oder um das Hinzufügen von Papier - wir sozusagen eine 20-prozentige Steigerung des Kundenwerts sehen, weil man diese Person bindet", erklärte sie laut eines Berichtes des britischen Magazins The Register.
Konkurrenten ausbremsen
Instant Ink ist ein Abomodell, bei dem Tinte oder Tonerkartuschen bei Bedarf versandt werden. Die Kunden buchen dafür Tarife, die bei 0,99 Euro beginnen und bis zu 24,99 Euro pro Monat betragen. Im Mai letzten Jahres hatte HP mehr als 11 Millionen Abonnenten für diesen Dienst. Seitdem hat das Unternehmen zweistellige Wachstumsraten bei den Einnahmen mit Tinte erzielt.Dabei geht es gar nicht unbedingt darum, dass Nutzer mehr zahlen, als wenn sie einzelne Tintenpatronen nachkaufen. Es genügt HP völlig, dass die Kunden nicht mehr auf die Idee kommen, Patronen eines Drittanbieters zu kaufen, wenn ihnen die Tinte ausgeht.
Zusammenfassung
- HP will Kunden in Abomodelle locken
- Manager sprechen ungern von Kundenbindung
- Finanzchefin Myers auf Konferenz offen
- Einzelverkäufe sind nicht profitabel genug
- Instant Ink als Abo für Tinte und Toner
- Preise von 0,99 bis 25,99 Dollar pro Monat
- Über 11 Millionen Abonnenten im letzten Mai
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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