HP MetalJet: Neue 3D-Drucker sind fast schon kleine Fabriken

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Wie schon bei den InkJet- und LaserJet-Serien ist der Name auch bei HPs neuester Produktlinie Programm: Den MetalJets. Bei diesen handelt es sich um eine neue Generation von 3D-Druckern, die Objekte aus Metall erzeugen. Ausgelegt sind diese nun nicht mehr nur für die Fertigung von Prototypen - auch eine Serienproduktion ist möglich.

Anders als bei den bekannten Systemen, die Kunststoff verarbeiten, wird hier nicht erwärmtes Material durch einen Druckkopf gepresst - dafür würden die Metalle zu viel Hitze benötigen. Stattdessen verarbeiten die Geräte ein feines Metallpulver, das jeweils als dünne Schicht über den Druckbereich gezogen und dann an den passenden Stellen verfestigt wird.

Mehrere Drucke parallel

In den MetalJets übernimmt die Fixierung allerdings auch kein einzelner Druckkopf, wie man ihn vom Plotter kennt und was zur Produktion einzelner Prototypen führt. Stattdessen können die Geräte flächig arbeiten und somit auch parallel mehrere kleinere Objekte herstellen. Das beschleunigt die Arbeiten deutlich und macht es auch sinnvoll, zumindest bei Kleinserien komplett auf die 3D-Drucker zu setzen.

Weiterhin sind die eigentlichen Druck-Komponenten bei der neuen Architektur dadurch redundant vorhanden. Das ermöglicht es letztlich, die Produktivität gegenüber anderen 3D-Drucksystemen mit Metall-Werkstoffen um den Faktor 50 zu erhöhen - so zumindest gibt es der Hersteller an. Für den Privatnutzer sind die Systeme aber nicht gedacht - wenn sie im Jahr 2020 auf den Markt kommen, sollen sie aber zumindest für unter 400.000 Dollar zu haben sein.

Zuvor sind erste Geräte zu Testzwecken aber auch schon bei einigen HP-Partnern im Einsatz, unter anderem bei Volkswagen. Hier will man die Geräte einsetzen, um individuelle Wünsche von Kunden umzusetzen - die Möglichkeiten reichen hier von Schriftzügen bis hin zu speziell angepassten Schaltknäufen.
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nennt sich das Verfahren nicht eigentlich sintern?
 
@xerex.exe: doch
 
@xerex.exe: Das Sintern passiert hier erst nach dem Druck. Erst dadurch werden die Metallpartikel miteinander verschmolzen.
 
@SouThPaRk1991: Was ändert das jetzt?
 
@xerex.exe: Das ändert den Prozess. Im Video wird das Verfahren mit selektivem Laserschmelzen (SLM) verglichen. Bei SLM wird direkt gesintert und hier erst nach dem Druck. Dem Video ist zu entnehmen, dass das Verfahren von HP Teile produziere, die uniforme Materialeigenschaften aufweisen, was bei SLM nicht der Fall sei.
Edit: Korrektur: SLS -> SLM
 
@SouThPaRk1991: Ich habe das Video so verstanden, dass das Pulver nur 'verklebt' wird. Vom Sintern (schmelzen) habe ich nichts mitbekommen. Hab ich das übersehen?
 
@Nunk-Junge: "At the end of the process, a high-strength green part can be removed from the powder bed and the remaining powder can be processed and reused. Out of the printer and after decaking, the part is sintered using an industry standard sintering solution."

Wie gesagt: Das Sintern passiert hier nach dem Druck, also nachdem das Pulver "verklebt" wurde.

P.S.: An den/die Minusklicker: Widerleg(t) mich oder lass(t) es bitte sein.
 
@SouThPaRk1991: Aber es ist doch beim sintern eigentlich egal, wie das Pulver in Form gebracht wird. Ob ich es nun in eine Form Spritze, rieseln lasse oder eben drucke ist doch wurst.
 
@xerex.exe: Nicht wirklich. Die Art, wie das Bauteil entsteht, hat Einfluss auf die endgültige Materialstruktur. Es macht einen Unterschied, ob das Bauteil Schicht für Schicht oder ob es am Ende als Ganzes gesintert wird. Bei Ersterem können etwa Spannungen zwischen den einzelnen Schichten entstehen, was bei diesem Verfahren hier eben vermieden werden kann.
 
@SouThPaRk1991: ja das ist mir schon klar. Es ist und bleibt allerding sintern (sintern = metallpulver in Form bringen und dann erhitzen/schmelzen whatever). Wie die Form dabei entsteht ist doch egal.
 
@xerex.exe: Ja, es ist schlussendlich Sintern.
 
Klar hab mal eben 399.999,95 Euro mal eben da---- Das Gerät wird bestimmt wichtig sein in der Medizin, aber als Privatanwender?
 
@awwwp1987: Mit etwas Glück ist so ein Verfahren in 10 Jahren auch für Privatanwender erschwinglich ;-)
 
@awwwp1987: es geht ja auch nicht um privatanwender
 
@awwwp1987: wie du nicht? ;p Portokasse ... das teil ist zum derzeitgen Stand auch nicht für den Privatmann gedacht!
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