EU und Microsoft streiten weiter:
Office-Kartellverfahren unumgänglich

Seit Monaten schwelt der Streit zwischen Microsoft und der EU-Kommission aufgrund der Verknüpfung von Teams mit dem Office-Paket. Bekannt wurde bereits, dass Microsoft Angebote mit einer optionalen Entkopplung starten will, doch das geht der EU nicht weit genug.
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Untersuchung könnte noch im Juli starten

Jetzt droht die Einleitung der offiziellen kartellrechtlichen Untersuchung. Microsoft muss laut einem Insider-Bericht möglicherweise schon nächste Woche mit dem Start der Untersuchung durch die Europäische Union rechnen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, die mit dem Thema direkt vertraut sind.

Diesem Bericht zufolge ist die Frage, die sich die EU-Regulierungsbehörde stellt, ob Microsofts Bündelung der Teams-Videokonferenzsoftware mit Microsoft 365 und seinen Office-Anwendungen wettbewerbswidrig ist. Dabei läuft es darauf hinaus, dass die EU die Teams-Software wohl gern als komplett eigenständiges Produkt sehen möchte.

Microsofts Angebot, Teams aus Microsoft 365 auszugliedern, hat die Bedenken der EU nicht zerstreut - es gab dabei wohl von dem Konzern zu viele Vorgaben, die der Kommission zu weit gingen. In dem heutigen Bericht heißt es, dass Microsoft und die EU-Kommission sich unter anderem noch nicht darauf einigen konnten, ob Teams nur in der EU von Microsoft 365 getrennt werden soll oder ob Teams weltweit grundsätzlich als separates Produkt verfügbar sein wird.

In den letzten Wochen gab es bereits eine Reihe Gerüchte über das Thema. Nun gibt es allerdings zum ersten Mal auch eine recht konkrete Zeitangabe, wann die formelle Untersuchung tatsächlich beginnen wird.

Die Financial Times hat dabei schon weitere Informationen vorliegen. Demnach startet in Kürze die Untersuchung, und mit einer formellen Anklage rechnet man im Herbst.

Pragmatische Lösung gesucht

Offiziell äußert sich die EU-Kommission noch nicht zu einem Kartellrechtsverfahren. Ein Microsoft-Sprecher wird mit den Worten zitiert: "Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihren Ermittlungen zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die den Bedenken der Kommission Rechnung tragen und den Kunden zugutekommen."

Zusammenfassung
  • Microsoft und EU-Kommission im Streit über Verknüpfung von Teams mit Office-Paket.
  • EU droht mit Einleitung offizieller kartellrechtlicher Untersuchung.
  • Microsoft bietet Entkopplung an, aber EU nicht zufrieden.
  • Untersuchungsstart wohl schon nächste Woche.
  • EU möchte Teams als eigenständiges Produkt sehen.
  • Microsoft arbeitet laut eigene Angaben kooperativ mit Kommission zusammen.

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