Microsoft will Teams von Office trennen, um Untersuchung zu entgehen
Die Kommunikations-Software Teams ist bisher Teil des Office-Pakets von Microsoft und das ist auch eine naheliegende Kombination. Doch die Konkurrenz sieht darin einen Wettbewerbsvorteil und hat sich dagegen beschwert. Der Redmonder Konzern will offenbar reagieren.
Wer Office in Unternehmen installiert, bekommt Teams derzeit automatisch dazu. Das ist praktisch und naheliegend, doch Mitbewerber sehen darin einen unfairen Vorteil. So hat Slack bereits 2020 bei der Europäischen Union dagegen Beschwerde eingelegt, bisher gab es aber noch keine formelle Entscheidung seitens der EU. Allerdings rechnet Microsoft offenbar, dass man dem nicht entgehen kann, denn laut einem Bericht der Financial Times (FT) will der Redmonder Konzern einer solchen Untersuchung zuvorkommen.
Fix ist das allerdings noch nicht, denn die Gespräche dazu sind noch im Gange und der Deal bzw. diese Lösung ist noch nicht beschlossene Sache. Microsoft hat sich zu dieser Angelegenheit geäußert, allerdings ausweichend und ohne den Bericht wirklich zu bestätigen: "Wir sind uns unserer Verantwortung als großes Technologieunternehmen in der EU bewusst. Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihrer Untersuchung zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die den Bedenken der Kommission Rechnung tragen und den Kunden zugutekommen."
Slack und Microsoft haben eine wechselvolle Beziehung hinter sich. Denn zum Start von Teams teilte Slack mit, dass man sich "wirklich freut", Konkurrenz zu bekommen, damals meinte der Slack-Chef, dass Teams aber "kein echter Mitbewerber" sei. Man rechnete offenbar nicht, dass die Redmonder einen Erfolg einfahren können. Das änderte sich schnell und bereits 2019 teilte Slack in einem offiziellen Schreiben mit, dass der "Hauptkonkurrent derzeit die Microsoft Corporation" sei.
Siehe auch:
"Entbündelung" von Microsoft Teams geplant
Laut FT, wo man sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, will Microsoft Unternehmen künftig eine Option anbieten, Office auch ohne inkludiertes Teams kaufen zu können. Allerdings ist bisher nicht klar bzw. bekannt, wie diese Trennung und "Entbündelung" funktionieren wird, schreibt die Wirtschaftszeitung.Fix ist das allerdings noch nicht, denn die Gespräche dazu sind noch im Gange und der Deal bzw. diese Lösung ist noch nicht beschlossene Sache. Microsoft hat sich zu dieser Angelegenheit geäußert, allerdings ausweichend und ohne den Bericht wirklich zu bestätigen: "Wir sind uns unserer Verantwortung als großes Technologieunternehmen in der EU bewusst. Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihrer Untersuchung zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die den Bedenken der Kommission Rechnung tragen und den Kunden zugutekommen."
Slack und Microsoft haben eine wechselvolle Beziehung hinter sich. Denn zum Start von Teams teilte Slack mit, dass man sich "wirklich freut", Konkurrenz zu bekommen, damals meinte der Slack-Chef, dass Teams aber "kein echter Mitbewerber" sei. Man rechnete offenbar nicht, dass die Redmonder einen Erfolg einfahren können. Das änderte sich schnell und bereits 2019 teilte Slack in einem offiziellen Schreiben mit, dass der "Hauptkonkurrent derzeit die Microsoft Corporation" sei.
Zusammenfassung
- Microsoft bietet Office-Paket mit Teams an, was Wettbewerber als unfairen Vorteil sehen.
- Slack hat bei der EU Beschwerde eingelegt, Microsoft rechnet mit Untersuchung.
- Redmonder Konzern will Unternehmen Option geben, Office ohne Teams zu kaufen.
- Gespräche dazu noch nicht abgeschlossen, Microsoft äußert sich ausweichend.
- Slack-Chef war seinerzeit überrascht über Erfolg von Teams, 2019 stellt er Microsoft als Hauptkonkurrenten vor.
- Microsoft reagiert auf Bedenken der EU und sucht pragmatische Lösung.
- Microsoft will Kunden mit Entbündelung von Office und Teams zufriedenstellen.
Siehe auch:
- Microsoft schaltet bisheriges kostenloses Teams ab - aber keine Panik
- Meetings mit Katzenohren: Microsoft Teams erhält Snapchat-Filter
- Microsoft Teams erhält Greenscreen-Funktion für Videokonferenzen
- Office 365, Teams etc.: Microsoft hatte eine massive Sicherheitslücke
- Jetzt verfügbar: Microsoft startet mit Teams in eine "neue Ära"
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