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China legt ausländischen Chipwerken die Daumenschrauben an
China scheint einmal mehr eine künstliche Verknappung wichtiger Rohstoffe anzustreben, auf die das Land auf dem Weltmarkt ein weitgehendes Monopol hat. Diesmal geht es um Materialien, die beispielsweise für die Chip-Herstellung benötigt werden.
Ab dem 1. August gelten verschärfte Export-Regelungen für Gallium und Germanium, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Das bedeutet noch nicht zwingend, dass diese nicht mehr aus China ausgeführt werden, allerdings müssen Exporteure dann jeweils gesonderte Lizenzen beantragen und auf eine Genehmigung warten. Zum jeweiligen Antrag gehören dann auch Informationen darüber, an wen die Rohstoffe verkauft werden sollen und wofür die beim Abnehmer eingesetzt werden.
Die neue Regelung dürfte in verschiedenen Industrien die Alarmglocken klingeln lassen. Denn China liefert beispielsweise 94 Prozent des gesamten Weltmarkt-Volumens von Gallium. Dieses wird für die Chip-Fertigung benötigt, aber auch für die Herstellung verschiedener anderer elektronischer Komponenten in der Telekommunikations- und Automobil-Industrie. Die schärferen Exportkontrollen Chinas dürften so zumindest schon mal für steigende Preise sorgen, aber auch eine weitergehende Verknappung ist möglich.
Die neue Export-Regelung dürfte eine Reaktion Pekings auf die jüngsten Maßnahmen sein, mit denen die technologische Entwicklung des Landes eingeschränkt werden sollte: Die Niederlande hatte im Einklang mit den Partnern in den USA den Export von EUV-Maschinen nach China eingeschränkt. Damit wird es deutlich erschwert, High End-Chips zu produzieren. Der niederländische Konzern ASML ist der Einzige, der die fortschrittlichsten Lithographie-Systeme für die Halbleiter-Werke in aller Welt liefern kann.
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Die neue Regelung dürfte in verschiedenen Industrien die Alarmglocken klingeln lassen. Denn China liefert beispielsweise 94 Prozent des gesamten Weltmarkt-Volumens von Gallium. Dieses wird für die Chip-Fertigung benötigt, aber auch für die Herstellung verschiedener anderer elektronischer Komponenten in der Telekommunikations- und Automobil-Industrie. Die schärferen Exportkontrollen Chinas dürften so zumindest schon mal für steigende Preise sorgen, aber auch eine weitergehende Verknappung ist möglich.
Reaktion auf Embargo
Allerdings sind die Maßnahmen für China auch nicht ganz ohne Risiko. Denn die beiden Metalle fallen im Grunde als Nebenprodukte der Verarbeitung von Kohle und Bauxit an. Wenn die Chinesen es mit der Verknappung überziehen, lohnt es sich für andere potenzielle Anbieter, die Produktion hochzufahren, womit man dieses Druckmittel in absehbarer Zeit verlieren könnte. Eine ähnliche Entwicklung gab es bereits, als China seine beherrschende Stellung bei der Produktion von Metallen der Seltenen Erden entsprechend nutzen wollte. Allerdings kann China hier durchaus kurzfristig das Bestreben der USA und Europas stören, wieder unabhängiger von der Halbleiter-Fertigung in Asien zu werden.Die neue Export-Regelung dürfte eine Reaktion Pekings auf die jüngsten Maßnahmen sein, mit denen die technologische Entwicklung des Landes eingeschränkt werden sollte: Die Niederlande hatte im Einklang mit den Partnern in den USA den Export von EUV-Maschinen nach China eingeschränkt. Damit wird es deutlich erschwert, High End-Chips zu produzieren. Der niederländische Konzern ASML ist der Einzige, der die fortschrittlichsten Lithographie-Systeme für die Halbleiter-Werke in aller Welt liefern kann.
Zusammenfassung
- China verschärft Export-Regeln für Gallium und Germanium ab 1.8.
- Exporteure müssen Lizenzen beantragen und auf Genehmigung warten.
- China liefert 94% des Weltmarktvolumens von Gallium.
- Neue Regelung dürfte zu steigenden Preisen und Verknappung führen.
- China reagiert auf Einschränkungen bei EUV-Maschinen-Export.
- ASML der einzige Anbieter für High-End-Chips.
- Kurzfristig kann China USA und EU stören.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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