China wirbt mit Geheimprogramm und hohen Prämien Chip-Experten an
China versucht dem Griff des US-Embargos im Halbleiter-Bereich nicht nur mit massiven Investitionen in die eigene Forschung zu entkommen. Das Land hat in aller Stille auch ein Programm zur Rekrutierung von Fachkräften aus aller Welt wieder aufgenommen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters jetzt unter Berufung auf verschiedene Quellen und die Analyse zahlreicher Regierungsdokumente berichtet, wurde die Rekrutierungskampagne in veränderter Form wieder aufgenommen. Dabei ist die Staatsführung alles andere als geizig.
Ausländische Experten für die Halbleiter-Entwicklung können, wenn sie für ein Unternehmen in China tätig werden, mit Hilfe und Zuschüssen beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung rechnen. Weiterhin wird die Ankunft mit einer Prämie zwischen 420.000 bis 700.000 Dollar versüßt.
Dass dies unter der Hand geschieht, hat seinen Grund in den US-Sanktionen. Das US-Handelsministerium hat Vorschriften erlassen, die es US-Bürgern und Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA untersagen, die Entwicklung und Produktion moderner Chips in China zu unterstützen. Aber auch Experten aus anderen Ländern müssten wahrscheinlich mit Problemen rechnen, wenn sie irgendwann einmal wieder für ein US-Unternehmen tätig werden wollen.
China ist beim Aufbau der eigenen Chipindustrie zwar durchaus erfolgreich, allerdings fehlen in diesem Jahr allein rund 200.000 Fachkräfte, insbesondere Ingenieure und Chipdesigner, um den Planungen gerecht werden zu können. Die mit dem neuen Programm angeworbenen Fachkräfte hätten zu einem großen Teil an US-Universitäten studiert und verfügen oft über mindestens einen Doktortitel, hieß es.
Siehe auch:
Lukrative Prämien
Rund ein Jahrzehnt lang hatte die chinesische Regierung mit dem Tausend-Talente-Programm daran gearbeitet, Hightech-Spezialisten aus verschiedenen Ländern nach China zu locken, um den eigenen Technologiesektor voranzubringen. Aufgrund des Drucks der Embargo-Maßnahmen wurde das Projekt offiziell eingestellt.Wie die Nachrichtenagentur Reuters jetzt unter Berufung auf verschiedene Quellen und die Analyse zahlreicher Regierungsdokumente berichtet, wurde die Rekrutierungskampagne in veränderter Form wieder aufgenommen. Dabei ist die Staatsführung alles andere als geizig.
Ausländische Experten für die Halbleiter-Entwicklung können, wenn sie für ein Unternehmen in China tätig werden, mit Hilfe und Zuschüssen beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung rechnen. Weiterhin wird die Ankunft mit einer Prämie zwischen 420.000 bis 700.000 Dollar versüßt.
Dass dies unter der Hand geschieht, hat seinen Grund in den US-Sanktionen. Das US-Handelsministerium hat Vorschriften erlassen, die es US-Bürgern und Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA untersagen, die Entwicklung und Produktion moderner Chips in China zu unterstützen. Aber auch Experten aus anderen Ländern müssten wahrscheinlich mit Problemen rechnen, wenn sie irgendwann einmal wieder für ein US-Unternehmen tätig werden wollen.
Absolventen von US-Unis
"Ausländische Gegner und strategische Konkurrenten wissen, dass die Anwerbung von Spitzenkräften aus den USA und dem Westen oft genauso gut ist wie der Erwerb der Technologie selbst", erklärte Dean Boyd, ein Sprecher des National Counterintelligence and Security Center der US-Regierung, auf die Frage nach chinesischen Anwerbungsprogrammen.China ist beim Aufbau der eigenen Chipindustrie zwar durchaus erfolgreich, allerdings fehlen in diesem Jahr allein rund 200.000 Fachkräfte, insbesondere Ingenieure und Chipdesigner, um den Planungen gerecht werden zu können. Die mit dem neuen Programm angeworbenen Fachkräfte hätten zu einem großen Teil an US-Universitäten studiert und verfügen oft über mindestens einen Doktortitel, hieß es.
Zusammenfassung
- China umgeht US-Embargo durch eigene Forschung und Fachkräfterekrutierung.
- "Tausend-Talente-Programm" zur Anwerbung von Spezialisten wiederbelebt.
- Rekrutierungskampagne bietet Experten finanzielle Anreize.
- US-Sanktionen verbieten US-Bürgern Unterstützung von China.
- China fehlen 200.000 Fachkräfte in der Chipindustrie.
- Angeworbene Fachkräfte haben oft an US-Universitäten studiert.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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