Chips: China will Technologiemonopol des Westens mit viel Geld brechen

Die chinesische Regierung plant laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters erneut gigantische Ausgaben, um die eigene Chipindustrie zu fördern. Mit dem Geld plant man angeblich vor allem die Arbeit an modernen Fertigungsanlagen voranzubringen.
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Über 38 Milliarden Euro Fördergelder für die Chipindustrie

Ab dem Jahr 2024 will die chinesische Regierung offenbar umgerechnet ganze 41 Milliarden Dollar in die Hand nehmen, um damit die heimische Chipindustrie mit riesigen Summen zu subventionieren. Die Gelder sollen primär in die Entwicklung von Systemen zur Produktion von Chips fließen, China will also die Übermacht westlicher Anbieter von Anlagen für die Chipfertigung brechen und selbst entsprechende Geräte entwickeln lassen.

Die neuen Subventionsgelder sind vermutlich Teil der Ausgaben im Rahmen eines neuen Fünfjahresplans, wie er von der kommunistischen Partei Chinas seit vielen Jahren ausgegeben wird. Die Regierung lässt das Geld im sogenannten "Big Fund" zusammenfließen, sodass es von zentraler Stelle verteilt werden kann. Die jetzt angegebene Subventionssumme würde einen neuen Rekord darstellen.


So beabsichtigt man, laut den Quellen von Reuters, insgesamt 300 Milliarden Yuan bereitstellen, was umgerechnet gut 40 Milliarden Dollar bzw. knapp 38,3 Milliarden Euro entspricht. 2014 lag die für den "Big Fund" geplante Summe noch bei umgerechnet knapp 18 Milliarden Euro, 2019 waren es dann schon gut 25,5 Milliarden Euro, doch im nächsten Jahr übertrifft man die vorherigen Pläne noch einmal deutlich.

Das Geld soll wie in den letzten beiden Finanzierungsrunden für den offiziell als "China Integrated Circuit Industry Investment Fund" bezeichneten Fond von einer Vielzahl staatlicher Unternehmen kommen. Schon zuvor hatten sich unter anderem die drei großen Mobilfunkbetreiber Chinas, der staatliche Tabakkonzern und die staatliche Investitionsbank beteiligt.

Dass China bereit ist, so viel Geld in die Chipindustrie zu stecken, überrascht nicht. Die USA und eine Reihe von Partnern haben bereits vor Jahren begonnen, den Verkauf von Anlagen zur Fertigung hochmoderner Chips nach China zu unterbinden.

Weil die großen Hersteller derartiger Anlagen in Europa, Japan und den USA beheimatet sind, "hängt" China aktuell bei einer minimalen Strukturbreite von sieben Nanometern fest. International werden jedoch bereits 3nm-Chips gebaut und Firmen wie Intel und TSMC wollen ab 2025 bereits Chips mit zwei Nanometern oder noch geringerer Strukturbreite fertigen.

Zusammenfassung
  • China plant massive Investitionen in eigene Chipindustrie
  • Regierung will 41 Milliarden Dollar ab 2024 investieren
  • Gelder fließen vorrangig in Entwicklung von Chip-Produktionssystemen
  • Subventionen Teil des neuen Fünfjahresplans Chinas
  • Bereitstellung von 300 Milliarden Yuan (rund 38,3 Milliarden Euro)
  • Unabhängigkeit von westlichen Anbietern und Aufbau eigener Fertigung

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