Neue Chipwerke: Spezialglashersteller in Jena schöpft Hoffnung

Die Ansiedlung mehrerer neuer Chipfabriken sorgt auch bei deutschen Zulieferern für Hoffnung auf eine ertragreiche Zukunft. Der Spezialglashersteller Schott aus Jena hat extra für diese Anwendungen ein neues Material am Start und will investieren.
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Hoffen auf neue Kunden

Bei verschiedenen Halbleiter-Produkten modernster Bauart kommen zunehmend Spezialgläser zum Einsatz, die die bisher genutzten Kunststoffe ersetzen. Entsprechend große Hoffnungen macht man sich beim Unternehmen Schott, das genau diese Materialien produziert, angesichts der Planungen von Intel, TSMC und diversen anderen Unternehmen, in Sachsen und Sachsen-Anhalt neue Produktionsanlagen zu bauen.

Die letzte Zeit waren für die Firma dabei nicht unbedingt einfach. Die relativ hohen Energiepreise schlagen bei einem Glashersteller ordentlich zu Buche und auch die schwierige Wirtschaftslage in zahlreichen wichtigen Absatzmärkten sorgten dafür, dass Schott in den letzten Monaten nur geringfügig wachsen konnte.


Die Signale aus der Chipindustrie, verstärkt auch hierzulande zu produzieren, lassen nun aber eben neue Absatzmöglichkeiten entstehen, berichtet der MDR. Im laufenden Jahr will die Jenaer Firma daher rund 500 Millionen Euro investieren. Davon sind allein 17 Millionen Euro für eine neue Fertigungsanlage für das Chipglas vorgesehen.

Stärkung für Jena

Aber auch die Produktion anderer Spezialgläser soll ausgebaut werden. Schott produziert im Grunde eine breite Palette vom Borosilicatglas für die Automobil- und Flugzeug-Industrie oder auch Deckgläser für Smartphone-Displays. Hinzu kommen Produkte für die Medizintechnik.

Schott will das neue Glas für die Halbleiterbranche auch direkt in Jena herstellen. Das wäre ein wichtiges Signal für den Standort, an dem aktuell nur rund 500 der über 17.000 Beschäftigten tätig sind. Wie viele Jobs hier dazukommen werden, wurde aber bislang nicht erklärt.

Zusammenfassung
  • Neue Chipfabriken wecken Hoffnung bei Zulieferern
  • Schott aus Jena entwickelt Spezialglas für Chips
  • Spezialgläser ersetzen Kunststoffe in Halbleitern
  • Schott investiert 500 Mio. Euro, 17 Mio. in Chipglas
  • Breite Palette an Spezialgläsern wird ausgebaut
  • Produktion des Halbleiter-Glases direkt in Jena
  • Standort Jena zentral für Schotts Zukunftspläne

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