Weltgrößter Solarzellen-Hersteller will Werk in Deutschland bauen
Obwohl Europa bisher recht wenig dafür tut, wieder zu einer eigenen Produktion von Solarmodulen zu kommen, gibt es doch positive Nachrichten: Der weltweit größte Hersteller Longi plant den Bau eines eigenen Werkes in Deutschland.
Wie quasi alle großen Solarzellen-Hersteller handelt es sich bei Longi um einen chinesischen Konzern. Die Pekinger Regierung hat bereits vor längerer Zeit erkannt, welche Bedeutung die Solarstromproduktion bekommen wird. Mit einer entsprechenden Industriepolitik wurde so dafür gesorgt, dass nahezu die gesamte Photovoltaik-Branche weltweit von chinesischen Herstellern abhängig ist.
Nun erklärte der Gründer und Präsident Longis, Zhenguo Li, gegenüber dem Handelsblatt: "Wir sind schon sehr intensiv in den Vorbereitungen, um eine Fabrik in Deutschland zu bauen." Endgültige Entscheidungen sollen bis zum Jahresende getroffen werden. Über die Größe des Werkes, die Höhe der Investition und mögliche Standorte gibt es daher bisher bestenfalls vage Spekulationen.
Klar ist allerdings, dass die Expansion des Unternehmens nach Europa durchaus folgerichtig ist. Denn auch wenn hierzulande - anders als beispielsweise in den USA - noch keine größeren Aktivitäten anlaufen, um wieder eine eigene Fertigung aufzubauen, laufen die Diskussionen doch intensiv in diese Richtung. Für die chinesischen Produzenten, von denen fast alle Solarzellen stammen, die bei uns aktuell installiert werden, bedeutet dies schlicht, dass sie eben auch hier eine Fertigung aufbauen müssen, um die Kontrolle in der Hand zu behalten.
Hinzu kommt, dass der Photovoltaik-Markt in Europa in den kommenden Jahren noch sehr viel stärker boomen wird, als es bisher der Fall ist. Denn sowohl auf EU-Ebene als auch in den Mitgliedsstaaten wurden in den letzten Wochen und Monaten die Weichen für einen deutlich stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gestellt. Mit einer Produktion vor Ort kann man so sogar konkurrenzfähiger werden, insbesondere dann, wenn wieder einmal der Welthandel ins Stocken gerät, weil etwa ein wichtiger Schifffahrtsweg blockiert ist.
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Nun erklärte der Gründer und Präsident Longis, Zhenguo Li, gegenüber dem Handelsblatt: "Wir sind schon sehr intensiv in den Vorbereitungen, um eine Fabrik in Deutschland zu bauen." Endgültige Entscheidungen sollen bis zum Jahresende getroffen werden. Über die Größe des Werkes, die Höhe der Investition und mögliche Standorte gibt es daher bisher bestenfalls vage Spekulationen.
Klar ist allerdings, dass die Expansion des Unternehmens nach Europa durchaus folgerichtig ist. Denn auch wenn hierzulande - anders als beispielsweise in den USA - noch keine größeren Aktivitäten anlaufen, um wieder eine eigene Fertigung aufzubauen, laufen die Diskussionen doch intensiv in diese Richtung. Für die chinesischen Produzenten, von denen fast alle Solarzellen stammen, die bei uns aktuell installiert werden, bedeutet dies schlicht, dass sie eben auch hier eine Fertigung aufbauen müssen, um die Kontrolle in der Hand zu behalten.
Hinzu kommt, dass der Photovoltaik-Markt in Europa in den kommenden Jahren noch sehr viel stärker boomen wird, als es bisher der Fall ist. Denn sowohl auf EU-Ebene als auch in den Mitgliedsstaaten wurden in den letzten Wochen und Monaten die Weichen für einen deutlich stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gestellt. Mit einer Produktion vor Ort kann man so sogar konkurrenzfähiger werden, insbesondere dann, wenn wieder einmal der Welthandel ins Stocken gerät, weil etwa ein wichtiger Schifffahrtsweg blockiert ist.
Zusammenfassung
- Longi, weltgrößter Solarzellen-Hersteller, will in Deutschland ein Werk bauen.
- Chinesische Regierung hat Photovoltaik-Branche weltweit unterstützt.
- Entscheidungen bis Jahresende, Details noch unklar.
- Europa diskutiert eigene Produktion von Solarmodulen.
- Photovoltaik-Markt in Europa wird in den kommenden Jahren boomen.
- Konkurrenzfähigkeit durch vor Ort-Produktion erhöhen.
- Welthandel kann Produktion beeinträchtigen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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