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China eröffnet Preiskrieg gegen EU:
Solar-Preise fallen auf Rekord-Tief
Für die Nutzer, die von der Sonne profitieren wollen, ist die Lage hervorragend. Für die europäischen Photovoltaik-Hersteller hingegen gefährlich. Denn die Preise sind auf einem Rekord-Tief angekommen und machen es schwer, gegen die Konkurrenz zu bestehen.
Die europäischen Hersteller werfen der chinesischen Konkurrenz vor, einen Preiskrieg angefangen zu haben. Diese würden mit Dumpingpreisen agieren und die Module teils bis zu 50 Prozent unter den Produktionskosten in China verkaufen. "Die gesamte europäische Solarindustrie wird seit einigen Monaten Opfer eines noch nie da gewesenen Preiskriegs", sagte Meyer-Burger-Chef Gunter Erfurt gegenüber dem Handelsblatt.
Offenbar reagiert die chinesische Branche, die derzeit fast eine Monopolstellung in der Welt hat, auf die Bestrebungen zum Wiederaufbau einer eigenständigen Solarindustrie in Europa. Erste Unternehmen konnten dem Druck schon nicht standhalten, andere spüren zunehmend Probleme.
In Brüssel hat man die Lage aber offenbar ohnehin bereits auf dem Schirm. Als sich in der letzten Woche die Regierungschefs der EU-Staaten trafen, soll das Thema bereits besprochen worden sein. Man verständigte sich hier bereits auf eine "angemessene gemeinsame europäische Antwort". Wie diese aussehen wird, ist noch unklar.
Siehe auch:
- Preise für Photovoltaik-Technik auf Rekord-Tief
- Kostenrückgang durch Industrie-Lernkurve und Massenproduktion
- Europäische Hersteller beschuldigen China des Preiskriegs
- Chinesische Branche reagiert auf europäische Solarindustrie-Bestrebungen
- Erste europäische Unternehmen können Druck nicht standhalten
- 40 Solarunternehmen fordern EU-Unterstützung
- EU-Regierungschefs planen "angemessene gemeinsame europäische Antwort"
Nur noch 15 Cent pro Watt
Die Kosten der Photovoltaikmodule gehen seit vielen Jahren stetig zurück, was vor allem an der Lernkurve der Industrie und dem Ausbau der Massenproduktion liegt. Binnen des letzten halben Jahres ging es aber rasant um 35 Prozent nach unten - auf nunmehr 15 Cent pro Watt. Dahinter scheint mehr zu stecken.Die europäischen Hersteller werfen der chinesischen Konkurrenz vor, einen Preiskrieg angefangen zu haben. Diese würden mit Dumpingpreisen agieren und die Module teils bis zu 50 Prozent unter den Produktionskosten in China verkaufen. "Die gesamte europäische Solarindustrie wird seit einigen Monaten Opfer eines noch nie da gewesenen Preiskriegs", sagte Meyer-Burger-Chef Gunter Erfurt gegenüber dem Handelsblatt.
Offenbar reagiert die chinesische Branche, die derzeit fast eine Monopolstellung in der Welt hat, auf die Bestrebungen zum Wiederaufbau einer eigenständigen Solarindustrie in Europa. Erste Unternehmen konnten dem Druck schon nicht standhalten, andere spüren zunehmend Probleme.
EU soll handeln
Inzwischen haben 40 Unternehmen aus der Branche einen gemeinsamen Brief an die EU verfasst, indem sie Unterstützung einfordern. "Wenn jetzt nichts passiert, ist das Risiko groß, dass europäische Solarproduzenten in den nächsten Monaten massive Probleme bekommen werden, manche sogar insolvent gehen", heißt es darin.In Brüssel hat man die Lage aber offenbar ohnehin bereits auf dem Schirm. Als sich in der letzten Woche die Regierungschefs der EU-Staaten trafen, soll das Thema bereits besprochen worden sein. Man verständigte sich hier bereits auf eine "angemessene gemeinsame europäische Antwort". Wie diese aussehen wird, ist noch unklar.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Redakteur bei WinFuture
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