EU gibt Milliarden für Förderung der Chipindustrie in Deutschland frei
Die Ansiedlung weiterer Chip-Unternehmen in Deutschland wird mit einem milliardenschweren Förderpaket unterstützt. Die EU hat die entsprechenden Gelder jetzt freigegeben, so das hierzulande die konkreten Umsetzungen beginnen können.
In Brüssel und auch in Berlin reagiert man damit auf die Situation, die sich während der Coronakrise zeigte: Die enorme Abhängigkeit der Wirtschaft von Halbleiter-Zulieferern aus Asien geriet heftig ins Stocken, als die globalen Handelswege nicht mehr in gewohntem Maße funktionierten. Dies, große Förderprogramme in den USA, durch die neue Konkurrenz entsteht, und auch die zunehmende geostrategische Instabilität sorgten dafür, dass man das Vorhaben auf den Weg brachte, in Europa unabhängiger von Importen zu werden.
"Important Projects of Common European Interest" (IPCEI) nennt sich das Programm, also wichtige Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse. "Wir können so die Widerstandsfähigkeit in ganz Europa in diesem wichtigen Feld erhöhen und Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die nun abgeschlossene Entscheidung der EU-Kommission.
In den Genuss der Förderung kommen unter anderem die Konzerne Infineon und Bosch, die an verschiedenen Standorten an neuen Entwicklungs-Zweigen und Produktionslinien arbeiten. Aber auch eine Reihe von Startups wird durch die nun freigegebenen Mittel gefördert. Eine Zeit lang stand wohl auch der Chiphersteller Nexperia auf der Liste, allerdings wurde das Unternehmen aus dem Katalog der zu fördernden Projekte gestrichen, weil hinter der Firma der halbstaatliche Konzern Wingtech aus China steht.
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"Important Projects of Common European Interest" (IPCEI) nennt sich das Programm, also wichtige Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse. "Wir können so die Widerstandsfähigkeit in ganz Europa in diesem wichtigen Feld erhöhen und Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die nun abgeschlossene Entscheidung der EU-Kommission.
Wirtschaftsminister Habeck erklrt die Bedeutung der Förderung
Nexperia-Förderung gestrichen
Insgesamt stehen für den deutschen Wirtschaftsraum 8,1 Milliarden Euro an Fördermitteln bereit. Mit diesen werden Projekte der Privatwirtschaft unterstützt, die ein Investitionsvolumen von 13,7 Milliarden Euro mitbringen. Insgesamt werden also 21,8 Milliarden Euro in neue Chip-Werke und angeschlossene Einrichtungen wie Entwicklungs-Zentren fließen.In den Genuss der Förderung kommen unter anderem die Konzerne Infineon und Bosch, die an verschiedenen Standorten an neuen Entwicklungs-Zweigen und Produktionslinien arbeiten. Aber auch eine Reihe von Startups wird durch die nun freigegebenen Mittel gefördert. Eine Zeit lang stand wohl auch der Chiphersteller Nexperia auf der Liste, allerdings wurde das Unternehmen aus dem Katalog der zu fördernden Projekte gestrichen, weil hinter der Firma der halbstaatliche Konzern Wingtech aus China steht.
Zusammenfassung
- EU gibt 8,1 Mrd. Euro für Chip-Förderung frei: 21,8 Mrd. Euro Investitionsvolumen.
- Infineon, Bosch & Startups erhalten Förderung.
- Ziel: Wertschöpfung & Arbeitsplätze sichern.
- Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern verringern.
- Chiphersteller Nexperia ausgeschlossen.
- Geostrategische Instabilität als Grund für Förderung.
- Fördertopf heißt "Important Projects of Common European Interest" (IPCEI).
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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