TSMC vor Preiserhöhung: Apples Chipfertiger will wieder teurer werden

Bei TSMC steht Anfang 2024 wohl die nächste Preiserhöhung an. Der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte, der unter anderem die Chips von Apple, AMD, Nvidia und Qualcomm fertigt, will die Preise dann erneut um einige Prozent anheben.
Logo, Tsmc, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company
TSMC
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes aus Quellen bei Chipdesign-Häusern erfahren haben will, hat TSMC jüngst mit einer Vielzahl seiner Kunden Gespräche über die Fertigungsplanung bis in das Jahr 2024 hinein geführt und dabei auch klargemacht, dass wieder eine Erhöhung der Preise für die Auftragsfertigung bevorsteht.

Aktuell geht man bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) davon aus, dass sich der Umfang der Produktionsaufträge, welcher im Fall der meisten Kunden aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Aussichten in diesem Jahr gesunken ist, im nächsten Jahr wieder deutlich steigert. Das Unternehmen erwartet deshalb, dass die Kunden auch wieder bereit sind, höhere Preise zu zahlen, um sich so Kapazitäten bei TSMC für die Fertigung ihrer Chips im nächsten Jahr zu sichern.


TSMC hält an höheren Preisen fest, während Konkurrenten billiger werden

Zwar hat TSMC seine Prognosen für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 gerade erst im Rahmen der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen nach unten korrigiert, doch hinter den Kulissen soll der Chipgigant anders als die meisten anderen Konkurrenten an seinen aktuellen Preisen festhalten. Während anderswo also niedrigere Preise für die Fertigung verlangt werden, bleiben die Preise bei TSMC stabil, heißt es.

Letztlich soll nun eine Preiserhöhung um drei bis sechs Prozent für Anfang 2024 vorgesehen sein, wobei der Januar als Termin für die Gültigkeit der geplanten neuen Preisstruktur genannt wird. Entsprechende Gespräche mit großen Kunden sollen bereits abgeschlossen worden sein. Zuletzt hatte man die Preise bereits in diesem Jahr um rund sechs Prozent angehoben, nachdem es schon im Jahr 2022 einen größeren Anstieg um rund 10 bis 20 Prozent gegeben hatte.

Offiziell kommuniziert TSMC seine Preise nicht, auch weil man den Kunden keine Möglichkeit geben will, sich in Verhandlungen Vorteile zu verschaffen, indem man auf die Preise verweist, die TSMC von anderen Abnehmern verlangt. TSMC stützt sich angeblich auf seine Technologieführerschaft bei fortgeschrittenen Fertigungsprozessen, da sonst kein anderer Anbieter für Chips mit Strukturbreiten unter fünf Nanometer mithalten kann.

Zusammenfassung
  • TSMC plant Preiserhöhung um 3-6% für Anfang 2024.
  • Preise von Konkurrenten sinken, TSMC hält an Preisen fest.
  • Technologieführerschaft bei Fertigungsprozessen unter 5nm.
  • Preise wurden schon 2022 und 2023 angehoben.
  • TSMC erwartet mehr Aufträge im nächsten Jahr.
  • Gespräche mit großen Kunden sollen abgeschlossen sein.

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Apples Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!