EU-Chip-Act: Brüssel hat sein Lockmittel für die Chipindustrie fertig
In der Europäischen Union gibt es nun endlich auch eine Einigung für ein Subventions-Paket, mit dem man die Ansiedlung wichtiger Zukunftstechnologien unterstützen will. Dieser bezieht sich vor allem auf die Halbleiter-Industrie.
Der sogenannte EU-Chip-Act wurde bereits im vergangenen Jahr von der Europäischen Kommission vorgeschlagen. Allerdings dauerten die Abstimmungs- und Einigungs-Prozesse hier etwas länger, als es in einem einzelnen Staat wie der USA der Fall ist. Dort kann ein vergleichbares Programm bereits seit einigen Monaten seine Wirkung entfalten - und tut dies nach neuesten Daten auch. Die Investitionen in Produktionsanlagen sind dort auf einem Stand wie lange nicht.
Die Verzögerung in Europa führt hier aber nicht unbedingt dazu, dass man zu spät kommt und Investoren schon anderswo zugeschlagen haben. Allein schon die verbindliche Ankündigung des Vorhabens führte dazu, dass die EU seit dem vergangenen Jahr mehr als 100 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen angezogen habe, so ein EU-Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Generell sind die Subventionen allein ohnehin nur ein Teil der Argumente, die zu Standortentscheidungen für Chiphersteller beitragen. "Der kritische Teil der Gleichung, den die EU, wie auch die USA, richtig hinbekommen muss, ist die Frage, wie viel der Lieferketten, die die Industrie unterstützen, in die EU verlagert werden können und zu welchen Kosten", sagte der Analyst wie Paul Triolo, ein China- und Technologieexperte am Center for Strategic & International Studies in Washington.
Denn sowohl der USA als auch der EU geht es darum, die Produktionsketten zu einem guten Teil aus Fernost zurückzuholen. Damit will man nach den Erfahrungen in der Zeit der Coronapandemie gewährleisten, dass die Lieferketten für kritische Komponenten nicht mehr so leicht abreißen können. Als die Handelswege aus Ostasien unterbrochen wurden, konnten hierzulande verschiedene Schlüsselindustrien die Produktion nicht fortsetzen, in der Autoindustrie fehlten etwa Chips und andere Halbleiterkomponenten für die Bordelektronik.
Siehe auch:
Die Verzögerung in Europa führt hier aber nicht unbedingt dazu, dass man zu spät kommt und Investoren schon anderswo zugeschlagen haben. Allein schon die verbindliche Ankündigung des Vorhabens führte dazu, dass die EU seit dem vergangenen Jahr mehr als 100 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen angezogen habe, so ein EU-Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Geld ist nicht alles
Das Paket, das Brüssel nun bereitstellt, umfasst eine Summe von 43 Milliarden Euro. Diese sind bei den konkreten Ansiedlungs-Projekten aber jeweils nur ein Teil, da auch die Mitgliedsstaaten selbst und auch regionale Verwaltungen jeweils noch mit eigenen Mitteln dabei sind. Insofern ist das Geld aus der EU eher als Zusatz zu verstehen, mit dem man die Lockwirkung noch einmal steigern kann.Generell sind die Subventionen allein ohnehin nur ein Teil der Argumente, die zu Standortentscheidungen für Chiphersteller beitragen. "Der kritische Teil der Gleichung, den die EU, wie auch die USA, richtig hinbekommen muss, ist die Frage, wie viel der Lieferketten, die die Industrie unterstützen, in die EU verlagert werden können und zu welchen Kosten", sagte der Analyst wie Paul Triolo, ein China- und Technologieexperte am Center for Strategic & International Studies in Washington.
Denn sowohl der USA als auch der EU geht es darum, die Produktionsketten zu einem guten Teil aus Fernost zurückzuholen. Damit will man nach den Erfahrungen in der Zeit der Coronapandemie gewährleisten, dass die Lieferketten für kritische Komponenten nicht mehr so leicht abreißen können. Als die Handelswege aus Ostasien unterbrochen wurden, konnten hierzulande verschiedene Schlüsselindustrien die Produktion nicht fortsetzen, in der Autoindustrie fehlten etwa Chips und andere Halbleiterkomponenten für die Bordelektronik.
Zusammenfassung
- EU verabschiedet Subventions-Paket für Halbleiter-Industrie: 43 Mrd. Euro
- Investitionen in Produktionsanlagen in USA auf Höchststand
- EU-Chip-Act schon im vergangenen Jahr vorgeschlagen
- EU-Geld als Zusatz zu Mitgliedsstaaten- und regionalen Investitionen
- Lockwirkung durch Subventionen erhöhen
- Ziel: Produktionsketten aus Fernost zurückholen
- Erfahrungen aus Coronapandemie: Lieferketten nicht leicht abreißen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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