Nach Zerstörungen bei Starship-Start:
SpaceX bekommt Startverbot

Vor einer Woche hat SpaceX erstmals versucht, sein zwei­stu­fi­ges Raketensystem Starship in den Orbit zu bringen. Da­bei ge­lang der Start zwar, aber nicht die Trennung. Auch am Bo­den lief nicht al­les nach Plan, denn es kam zu massiven Schä­den. Das will die FAA nä­her untersuchen.
Weltraum, Raumfahrt, Spacex, Rakete, Starship, Spaceship
Es waren zweifellos spektakuläre Bilder, die es vor einer Woche zu sehen gab. Denn die größte von Menschen gebaute Rakete hob laut Plan ab und das war sicherlich ein sehenswerter Anblick - auch weil es dabei eine gewaltige Staubwolke zu sehen gab. Doch der "Staub" war in Wirklichkeit keiner bzw. nicht nur, denn beim Start wurden Steine und sonstige Trümmer mehrere Hundert Meter weit geschleudert, sie verursachten auch zahlreiche Schäden.

Das hat nun auch die Federal Aviation Administration (FAA) auf den Plan gerufen, denn die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde hat SpaceX bis auf Weiteres untersagt, vom Gelände in Boca Chica Starts durchzuführen. Wie Space berichtet, ist ein Grund dafür, dass die Triebwerke einen Krater hinterlassen haben und auch die Startrampe mehr oder weniger zerstört wurde. SpaceX StarshipSpektakulär, aber auch zerstörerisch: der Start des Starship Die Behörde hat dazu mitgeteilt: "Die FAA wird die Untersuchung des Unglücks des Raumschiffs leiten. Die Wiederaufnahme des Flugs von Starship/Super Heavy basiert auf der Feststellung der FAA, dass kein System, Prozess oder Verfahren, das mit dem Unfall in Verbindung steht, die öffentliche Sicherheit beeinträchtigt. Dies ist das Standardverfahren für alle Untersuchungen von Unfällen."

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Trümmer 10 km weit geschleudert

Grund für das Startverbot ist der Umstand, dass Staub und Trümmer auch noch in zehn Kilometern Entfernung niedergingen. In der Kleinstadt Port Isabel berichteten Einwohner über zerbrochene Fenster und eine dicke Staubschicht, die alle Gebäude bedeckt. Außerdem gab es einen "kriegsähnlichen" Trümmereinschlag auf den nahegelegenen Stränden, wo u. a. vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Vögel und Meeresschildkröten ihre Nist- und Brutplätze haben.

Eine derartige FAA-Untersuchung ist zwar Standard, da die Behörde feststellen muss, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht. Allerdings trat aktuell auch der "Anomalie-Reaktionsplan" der FAA in Kraft. Das bedeutet, dass SpaceX zusätzliche "Umweltmaßnahmen" durchführen muss - erst dann wird das Raumfahrtunternehmen eine neuerliche Startlizenz beantragen dürfen.

Zusammenfassung
  • SpaceX versuchte Starship-Start - Trennung misslang, erhebl. Schäden
  • FAA untersagt bis auf Weiteres Starts von Boca Chica
  • Trümmer und Staub gingen in weiter Entfernung nieder
  • FAA muss feststellen, ob Gefahr für Öffentlichkeit besteht
  • SpaceX muss zusätzlich Umweltmaßnahmen durchführen, um Startlizenz zu erhalten
  • Trümmer und Staub bedeckten Gebäude, zerbrachen Fenster, Einschlag auf Stränden

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