Deutschland wittert Chance, will Mitarbeiter von Microsoft, Google & Co.

US-IT-Konzerne haben in den vergangenen Wochen eine beispiellose Entlassungswelle durchgeführt, betroffen waren nahezu alle Tech-Giganten, darunter Microsoft, Meta, Amazon und Google. Doch für andere Teile der Welt - darunter Deutschland - ist das durchaus ein Glück.
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Entlassungen in teils fünfstelliger Höhe waren im Silicon Valley sowie dem Großraum Seattle in den vergangenen Wochen an der Tagesordnung. Viele IT-Unternehmen haben, nach einer teilweise pandemiebedingten Phase des Wachstums und als Vorbereitung auf die Rezession, massenhaft Arbeitsplätze abgebaut. Das spülte zehntausende Fachkräfte auf den Arbeitsmarkt und in Ländern wie Deutschland bekommen Unternehmen deshalb große Augen.

Denn wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, herrscht hierzulande nach wie vor IT-Fachkräftemangel und deshalb sehen deutsche Unternehmen die US-Krise als Chance. Bislang konnte man nämlich oftmals nicht mit der Attraktivität der US-Westküste mithalten, viele Fachkräfte zog es nach Kalifornien und Washington, weil dort die prominenten und besonders gut zahlenden Namen des Geschäfts ansässig sind. Infografik Microsoft: Entwicklung der Vollzeitmitarbeiter nach EntlassungswelleMicrosoft: Entwicklung der Vollzeitmitarbeiter nach Entlassungswelle

"Sie feuern, wir stellen ein"

Doch nun suchen viele davon neue Jobs und Rainer Zugehör, Personalchef bei der Volkswagen-Software-Tochter Cariad, fasst simpel zusammen: "Sie feuern, wir stellen ein." Grund, so Zugehör: "Wir haben mehrere hundert offene Stellen in den USA, in Europa und in China."

Dabei ist natürlich auch Deutschland von der Rezession betroffen, es gibt aber einen Unterschied: Die Unternehmen sind in den letzten Jahren langsamer gewachsen und wie Reuters schreibt, seien in einem Land, "das dafür berüchtigt ist, Geschäfte immer noch per Fax" abzuwickeln, nach wie vor große Technologiesprünge möglich.

Und IT-Jobs gibt es in Deutschland jede Menge: Die Bitkom schätzt, dass im IT-Bereich derzeit rund 137.000 Stellen unbesetzt sind. Das ist auch der Grund, warum selbst in Einwanderungs-skeptischen Bundesländern offen nach IT-Arbeitskräften geangelt wird, u. a. mit vereinfachten Immigrationsgesetzen und Einbürgerungen.

Zwar könne man in Deutschland (auch aufgrund der Schwäche des Euros) nicht dieselben Gehälter wie in den USA bezahlen, Wirtschaft und Politik hoffen aber, dass Gesundheitsversorgung und günstigere Lebenshaltungskosten sowie Mieten (im Vergleich zu etwa San Francisco) viele überzeugen können.

Zusammenfassung
  • US-IT-Konzerne entlassen in Massen: Microsoft, Meta, Amazon, Google.
  • Für Deutschland eine Chance: IT-Fachkräftemangel, viele offene Stellen.
  • Volkswagen-Software-Tochter Cariad: "Sie feuern, wir stellen ein."
  • Bitkom schätzt 137.000 unbesetzte IT-Stellen in Deutschland.
  • Geringere Gehälter als in USA, aber andere Vorteile.

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