Ex-User-Experience-Chef von Windows schimpft über neues Startmenü

Mit Windows 11 ist auch ein neues Startmenü veröffentlicht worden, dieses ist die vielleicht signifikanteste Änderung des neuen Betriebssystems. Doch das neue Interface hat nicht nur Freunde, das hat sich auch ein Jahr nach dem Start nicht geändert.
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In der Regel sind Änderungen an der Oberfläche von Betriebssystemen, Software allgemein und auch Webseiten vor allem eines: Gewöhnungssache. Bei so manchem Relaunch oder auch UI-Änderung wurde und wird anfangs debattiert und protestiert, normalerweise finden sich die meisten damit aber irgendwann doch ab und vergessen die Aufregung der ersten Stunden und Tage.

Das gilt allerdings nicht für Jensen Harris, dem Co-Gründer von Textio, einer Plattform für "Augmented Writing". Allerdings ist Harris auch in der Windows-Welt alles andere als ein Unbekannter, denn der Entwickler war lange Zeit in Redmond beschäftigt und war bei Microsoft Office sowie als Chef des Program Management für das Windows User Experience (UX) unterwegs.

In der Funktion als UX-Experte hat sich Harris nun zum Thema Windows 11 sowie dessen Startmenü geäußert. Und es war nicht unbedingt Lob, das der Entwickler auf Twitter vorbrachte: "Das Startmenü ist das Aushängeschild der Benutzeroberfläche von Microsoft. Es sollte das beste UI-Design repräsentieren, zu dem das Unternehmen fähig ist", schreibt Harris. "Heute habe ich in Windows nach 'Chrome' gesucht und war schockiert über die Benutzererfahrung."

Verwirrend und nicht einheitlich

Harris meint, dass das alles verwirrend ist: "Die linke Seite sieht aus, als sei sie von einem Designer entworfen worden. Wir könnten über einige der Designentscheidungen streiten, aber darum geht es hier nicht", so Harris weiter. "Die rechte Seite sieht aus wie meine Internet Explorer-Symbolleisten im Jahr 2008."

In weiterer Folge analysiert der UX-Experte gleich mehrere Unstimmigkeiten, die im Startmenü erscheinen, wenn man eine Suche durchführt. Dazu zählen u. a. Inkonsistenzen bei den Ecken, Probleme bei der Darstellung der Schrift und die Einblendung von Bannerwerbung. Besonders letztere findet Harris misslungen: "Ist die Menge an Dollar, die mit dieser Wallpaper-App gemacht wird, es wert, die Erfahrung, die die Leute mit dieser UI haben, zu schmälern?"

Harris führt noch weitere Punkte an, sein Fazit ist aber eindeutig: "Microsoft hat viele brillante Designer, denen die Arbeit, die sie tun, sehr am Herzen liegt - ich habe mit vielen gearbeitet, die immer noch dort sind! Es kommt nur darauf an, welche Prioritäten man setzt. Die Benutzererfahrung muss mit der gleichen Intensität gestaltet werden wie technische Investitionen."

Windows 11 im Test Zwei Schritte nach vorn - und einer zurück FAQ zu Windows 11 Anleitungen, Tipps und Tricks Siehe auch:
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