Kaspersky: Wer seinen Job behalten will, soll in Russland bleiben
Während zahlreiche Menschen, denen das Moskauer Regime das Leben immer schwerer macht, Russland verlassen haben, müssen die Mitarbeiter des Security-Dienstleisters Kaspersky wohl bleiben, wenn sie ihren Job behalten wollen.
Im Grunde dürfte es für das Unternehmen kein größeres Problem darstellen, wenn beispielsweise Entwickler von einem anderen Standort aus arbeiten wollen. Immerhin verfügt man über 35 Niederlassungen in 31 Ländern. Trotzdem ist es für die russischen Beschäftigten nach Informationen des US-Magazins Motherboard nicht möglich, in ein anderes Land umzuziehen.
Dem Vernehmen nach haben mehrere Quellen unabhängig voneinander bestätigt, dass man den Mitarbeitern seitens des Managements nahelegte zu kündigen, wenn man plant, Russland den Rücken zu kehren. Dies sei zumindest die Ansage gewesen, wenn Beschäftigte darum baten, intern zu einer anderen Niederlassung im Ausland versetzt zu werden. Diese Haltung zieht sich durch das Management und kommt offenbar von ganz oben.
Dem Konzerngründer Eugene Kaspersky geht es dabei aber weniger darum, den Kurs der Regierung in Moskau unbedingt mittragen zu wollen. Vielmehr scheint er es als mangelnde Loyalität ihm selbst gegenüber zu empfinden, wenn Angestellte unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr in Russland leben wollen. "Wenn der Kapitän auf dem Schiff bleibt, sollte das Team auch auf dem Schiff bleiben. Egal, wie das Wetter ist", soll der Chef sinngemäß auf einer Betriebsversammlung erklärt haben, als Teilnehmer dort die Möglichkeit einer Versetzung ansprachen.
Darüber hinaus habe sich auch das Leben in Russland seit dem 24. Februar komplett verändert. Das reicht von der schlechter gewordenen Versorgung aufgrund der Sanktionen bis hin zu den immer weiter fortschreitenden Repressalien gegenüber allen, die nicht auf Linie des Regimes sind. Das sei für viele der Anstoß gewesen, darüber nachzudenken, ihre Heimat zu verlassen. Dass es dafür keinerlei Unterstützung seitens des Unternehmens gibt, war offenkundig eine enttäuschende Erfahrung.
Seitens des Unternehmens wird dies allerdings dementiert. Demnach könnten sich Mitarbeiter - auch die aus den russischen Büros - um Versetzungen weltweit bewerben. Möglich sei das zumindest, wenn dort jeweils eine entsprechende Stelle frei ist und besetzt werden soll. Die bisherige Arbeit einfach von einem anderen Standort aus zu erledigen, scheint hingegen keine Option darzustellen.
Siehe auch:
Dem Vernehmen nach haben mehrere Quellen unabhängig voneinander bestätigt, dass man den Mitarbeitern seitens des Managements nahelegte zu kündigen, wenn man plant, Russland den Rücken zu kehren. Dies sei zumindest die Ansage gewesen, wenn Beschäftigte darum baten, intern zu einer anderen Niederlassung im Ausland versetzt zu werden. Diese Haltung zieht sich durch das Management und kommt offenbar von ganz oben.
Dem Konzerngründer Eugene Kaspersky geht es dabei aber weniger darum, den Kurs der Regierung in Moskau unbedingt mittragen zu wollen. Vielmehr scheint er es als mangelnde Loyalität ihm selbst gegenüber zu empfinden, wenn Angestellte unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr in Russland leben wollen. "Wenn der Kapitän auf dem Schiff bleibt, sollte das Team auch auf dem Schiff bleiben. Egal, wie das Wetter ist", soll der Chef sinngemäß auf einer Betriebsversammlung erklärt haben, als Teilnehmer dort die Möglichkeit einer Versetzung ansprachen.
Bewerbungen möglich
"Ich wurde nur deshalb gebeten zu kündigen, weil ich beschlossen habe, nach dem 24. Februar aus Russland zu fliehen, während ich problemlos aus der Ferne weiterarbeiten könnte", so einer der ehemaligen Mitarbeiter gegenüber Motherboard. "Warum wollte ich fliehen? Das ist ganz einfach. Ich bin nicht einverstanden mit dem, was hier passiert. Ich fühle mich schuldig und verantwortlich für all diese verrückten Morde. Dieser Krieg ist eine Katastrophe."Darüber hinaus habe sich auch das Leben in Russland seit dem 24. Februar komplett verändert. Das reicht von der schlechter gewordenen Versorgung aufgrund der Sanktionen bis hin zu den immer weiter fortschreitenden Repressalien gegenüber allen, die nicht auf Linie des Regimes sind. Das sei für viele der Anstoß gewesen, darüber nachzudenken, ihre Heimat zu verlassen. Dass es dafür keinerlei Unterstützung seitens des Unternehmens gibt, war offenkundig eine enttäuschende Erfahrung.
Seitens des Unternehmens wird dies allerdings dementiert. Demnach könnten sich Mitarbeiter - auch die aus den russischen Büros - um Versetzungen weltweit bewerben. Möglich sei das zumindest, wenn dort jeweils eine entsprechende Stelle frei ist und besetzt werden soll. Die bisherige Arbeit einfach von einem anderen Standort aus zu erledigen, scheint hingegen keine Option darzustellen.
Siehe auch:
Thema:
Neue Downloads
Videos zum Thema Sicherheit
- WhatsApp: Wie man ungewollte Gruppen-Einladungen vermeidet
- Super Bowl 2024: CrowdStrike sorgt im Wilden Westen für Sicherheit
- Super Bowl 2023: CrowdStrike zeigt, wie man echte Trojaner abwehrt
- DNS über HTTPS: So aktiviert man die Verschlüsselung im Firefox
- Netflix zeigt Doku über John McAfees irre Flucht und wildes Leben
Aus dem Sicherheits-Forum
Weiterführende Links
Beliebt im Preisvergleich
- Internet Security:
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- The Witcher: CD Projekt plant angeblich neues Multiplayer-Spiel
- Forscher bauen aus alten Handys erstaunlich leistungsstarke Server
- Xbox-Exodus: Chef von Microsofts Spielestudios geht
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - Gestern 15:26 Uhr -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - Gestern 10:53 Uhr -
#FLOCK ´26: die Flock to Fedora Project Conference
d-hubs - Vorgestern 16:05 Uhr -
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs - 13.06. 13:22 Uhr -
Alpine-Linux: unter den schlanken Distris
d-hubs - 13.06. 12:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen