Jetzt fix: Russland steigt 2024 aus internationaler Raumstation aus
Russlands Krieg gegen die Ukraine hatte diverse Sanktionen zur Folge, im Weltall arbeiteten Moskau und der Westen aber wie bisher zusammen. Die Zukunft der Internationalen Raumstation war seither ungewiss, auch wenn Russland zum Weitermachen bereit schien. Doch das ist vorbei.
Denn Juri Borissow, der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, sagte bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin, dass der bisher so wichtige Partner der Internationalen Raumstation im Jahr 2024 aus der gemeinsamen Vertretung der Menschheit im Weltall aussteigen wird.
Wirklich überraschend ist der Termin allerdings nicht, denn schon bisher haben Roskosmos-Vertreter einen Ausstieg in diesem Jahr in Aussicht gestellt. So gab es immer wieder Aussagen, dass Moskau nach 2024 einen eigenen Weg gehen will. Anfang des Jahres hat sich Russland aber auch "offen" für eine Verlängerung bis 2030 gezeigt, diese Pläne bzw. Überlegungen waren aber mit dem Ausbruch des Krieges hinfällig.
Wie es weitergeht, ist allerdings offen. Denn obwohl Borissow mitteilte, dass bis zum Ausstieg mit dem Bau einer russischen Nachfolgestation begonnen werden soll, ist es derzeit kaum vorstellbar, dass das so schnell gelingen kann. Denn es ist unwahrscheinlich, dass Roskosmos ohne zahlreiche Komponenten aus dem Westen auskommen kann - und die sind derzeit durch Sanktionen außer Reichweite. Dass Russland es sich leisten kann, eine Station alleine zu betreiben, ist ebenfalls zu bezweifeln.
Es ist derzeit wohl auch nicht ausgeschlossen, dass Russland seine ISS-Beteiligung als weiteres Druckmittel gegen den Westen einsetzt und es sich anders überlegt, sollte es zu einem Ende des Krieges und der Sanktionen kommen.
Ausstieg im Jahr 2024
"Natürlich werden wir alle unsere Verpflichtungen unseren Partnern gegenüber erfüllen, aber die Entscheidung über den Ausstieg aus dieser Station nach 2024 ist gefallen", sagte Borissow, der kürzlich Dmitri Rogosin ersetzt hat. Der bisherige Roskosmos-Chef Rogosin war zuvor durch schrille Töne aufgefallen, doch die Hoffnung von Weltraumfans, dass zumindest bezüglich ISS Ruhe einkehrt, erfüllte sich nicht. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Wirklich überraschend ist der Termin allerdings nicht, denn schon bisher haben Roskosmos-Vertreter einen Ausstieg in diesem Jahr in Aussicht gestellt. So gab es immer wieder Aussagen, dass Moskau nach 2024 einen eigenen Weg gehen will. Anfang des Jahres hat sich Russland aber auch "offen" für eine Verlängerung bis 2030 gezeigt, diese Pläne bzw. Überlegungen waren aber mit dem Ausbruch des Krieges hinfällig.
Wie es weitergeht, ist allerdings offen. Denn obwohl Borissow mitteilte, dass bis zum Ausstieg mit dem Bau einer russischen Nachfolgestation begonnen werden soll, ist es derzeit kaum vorstellbar, dass das so schnell gelingen kann. Denn es ist unwahrscheinlich, dass Roskosmos ohne zahlreiche Komponenten aus dem Westen auskommen kann - und die sind derzeit durch Sanktionen außer Reichweite. Dass Russland es sich leisten kann, eine Station alleine zu betreiben, ist ebenfalls zu bezweifeln.
Es ist derzeit wohl auch nicht ausgeschlossen, dass Russland seine ISS-Beteiligung als weiteres Druckmittel gegen den Westen einsetzt und es sich anders überlegt, sollte es zu einem Ende des Krieges und der Sanktionen kommen.
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