Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde

Was passiert, wenn man in ein schwarzes Loch fällt? Das ist eine Frage, die Menschen bzw. die Science-Fiction schon lange beschäftigt. Sie ist natürlich alles andere als einfach zu beantworten, doch mit moderner Technik, die auf aktueller Forschung aufbaut, kann man nun einen Eindruck bekommen, wie es wäre, in ein schwarzes Loch zu fallen.

Die anfangs gestellte Frage steht auch im Mittelpunkt des Blogbeitrags der NASA zum Thema, doch glücklicherweise gibt die US-amerikanische Raumfahrtagentur auch gleich die Antwort und schreibt: "Dank einer neuen, immersiven Visualisierung, die auf einem NASA-Supercomputer erstellt wurde, können Betrachter jetzt in den Ereignishorizont eintauchen, den Punkt ohne Wiederkehr eines schwarzen Lochs."

Hauptverantwortlich für diese Visualisierung ist Jeremy Schnittman, Astrophysiker im Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland: "Die Leute fragen oft danach, und die Simulation dieser schwer vorstellbaren Prozesse hilft, die Mathematik der Relativitätstheorie mit den tatsächlichen Konsequenzen im realen Universum zu verbinden", erklärt Schnittman. "Also habe ich zwei verschiedene Szenarien simuliert: eines, bei dem eine Kamera - stellvertretend für einen waghalsigen Astronauten - den Ereignishorizont knapp verfehlt und wieder hinausgeschleudert wird, und eines, bei dem sie die Grenze überschreitet und ihr Schicksal besiegelt."

Im Fall des Videos oben ist das zweite Szenario zu sehen, unten ist die Version zu finden, in der das simulierte Raumschiff vom schwarzen Loch abprallt.

Was ist hier zu sehen?

Das supermassive schwarze Loch ist von einer glühenden Gasscheibe umgeben. Der dünne innere Kreis wird Photonenring genannt. Es ist ein Bild, das von Licht erzeugt wird, das das schwarze Loch ein oder mehrere Male umkreist hat, bevor es entkommt. Ab etwa 1:30 kann man den Flug besser sehen bzw. verstehen, denn rechts unten sind das schwarze Loch und die simulierte Kameraposition zu sehen.

Um das Video erstellen zu können, dachte sich Schnittman die Visualisierung nicht einfach aus, sie wurde mithilfe des Discover-Supercomputers erstellt, dabei fielen rund zehn Terabyte an Daten an. Das dauerte etwa fünf Tage, beanspruchte aber nur 0,3 Prozent der 129.000 Prozessoren von Discover. Zum Vergleich: Auf einem normalen Laptop hätte das Ganze mehr als ein Jahrzehnt gedauert.

Die NASA-Simulation des Flugs um ein schwarzes Loch

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