Effekt gemessen: 9-Euro-Ticket sorgt für weniger Stau in vielen Städten
Es ist ein echt starkes Argument für die Befürworter der Maßnahme: Das 9-Euro-Ticket hat wohl in vielen deutschen Städten laut einer ersten Analyse für eine deutliche Reduktion von Staus im Berufsverkehr gesorgt. Das könnte auch daran liegen, wie das Ticket angenommen wurde.
Die Experten hatten für ihre Untersuchung die Stauniveaus an Werktagen in 26 Städten der Kalenderwochen 20 und 25 verglichen - ein Zeitraum, der Feiertage und Ferien umgeht. Das Ergebnis spricht für sich: "In den ersten Tagen nach Einführung des 9-Euro-Tickets haben die Daten von TomTom noch kaum Auswirkungen der Maßnahme auf den Autoverkehr gezeigt. Mittlerweile lässt sich jedoch in fast allen untersuchten Städten in Deutschland ein positiver Effekt auf den Verkehrsfluss feststellen", so TomTom-Verkehrsexperte Ralf-Peter Schäfer.
Das Unternehmen liefert dabei auch konkrete Zahlen. Die echten Gewinner sind Autofahrer in Hamburg und Wiesbaden, die auf einer Strecke, die ohne Verkehr 30 Minuten in Anspruch nehmen würde, dank der veränderten Mobilitätsverteilung "im Schnitt 4,2 Minuten weniger verloren haben, in Wiesbaden 3,9 Minuten", was einer Reduktion um rund 14 beziehungsweise 13 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist in 23 von 26 untersuchten Städten ähnlich zu beobachten.
9-Euro-Ticket-App für Android 9-Euro-Ticket-App für iOS
Siehe auch:
In Städten werden im Berufsverkehr weniger Autos bewegt
Es sind beeindruckende Zahlen, die der Navigationsanbieter TomTom in seiner aktuellen Auswertung für die Deutsche Presse-Agentur (via FAZ) vom Berufsverkehr in deutschen Städten vorlegt. Befürworter des 9-Euro-Ticket hatten immer auch angeführt, dass dadurch Verkehr von der Straße auf die Schiene und vom Auto in den ÖPNV verlagert werden kann. Genau das scheint TomTom jetzt so bestätigen zu können. Infografik ÖPNV: Wer das 9-Euro-Ticket (nicht) nutzen möchte
Die Experten hatten für ihre Untersuchung die Stauniveaus an Werktagen in 26 Städten der Kalenderwochen 20 und 25 verglichen - ein Zeitraum, der Feiertage und Ferien umgeht. Das Ergebnis spricht für sich: "In den ersten Tagen nach Einführung des 9-Euro-Tickets haben die Daten von TomTom noch kaum Auswirkungen der Maßnahme auf den Autoverkehr gezeigt. Mittlerweile lässt sich jedoch in fast allen untersuchten Städten in Deutschland ein positiver Effekt auf den Verkehrsfluss feststellen", so TomTom-Verkehrsexperte Ralf-Peter Schäfer.
Das Unternehmen liefert dabei auch konkrete Zahlen. Die echten Gewinner sind Autofahrer in Hamburg und Wiesbaden, die auf einer Strecke, die ohne Verkehr 30 Minuten in Anspruch nehmen würde, dank der veränderten Mobilitätsverteilung "im Schnitt 4,2 Minuten weniger verloren haben, in Wiesbaden 3,9 Minuten", was einer Reduktion um rund 14 beziehungsweise 13 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist in 23 von 26 untersuchten Städten ähnlich zu beobachten.
Wichtige Einordnung
Für ihre Daten liefern die Experten aber auch noch eine wichtige Einordnung: So ist eine unmittelbare Rückführung auf das 9-Euro-Ticket natürlich schwer zu leisten, die Daten ließen aber "vermuten, dass dieser Rückgang in Zusammenhang mit der Einführung des 9-Euro-Tickets steht", so Schäfer. Für den ersten Gültigkeitsmonat Juni wurden 21 Millionen der Sonderfahrkarten verkauft, wie jüngst der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mitteilte. Zusammen mit bestehenden Abo-Besitzern kann man die anvisierte Zahl von 30 Millionen Tickets damit deutlich übertreffen.9-Euro-Ticket-App für Android 9-Euro-Ticket-App für iOS
Siehe auch:
- 200.000 9-Euro-Tickets in Stunden: Historischer Andrang bei der Bahn
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