Russland versucht seine IT-Branche und das eigene Netz abzuschotten

Es gibt Hinweise darauf, dass sich Russland in gewissem Grad vom Internet abkoppeln will. Allerdings bedeutet dies nicht zwingend, dass alle Verbindungen abgebrochen werden - vielmehr will man die eigene IT-Branche vor dem Kollaps retten. Der Tech-Branche Russlands dürfte eine schwere Zeit bevorstehen. Denn aufgrund der umfangreichen Sanktionen, die aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine gegen das Land verhängt wurden, ist man nahezu vollständig von der Versorgung mit neuer Hardware abgeschnitten. Seitens des Ministeriums für digitale Entwicklung wurden daher nun verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Schäden zumindest in Grenzen zu halten.

Ein Kern dessen besteht darin, internationale Abhängigkeiten möglichst aufzulösen, berichtet das britische Magazin The Register. Im Zuge dessen sollen unter anderem schnellstmöglich Dienste, die in ausländischen Datenzentren gehostet werden, in die russische Infrastruktur umgesiedelt werden. Parallel arbeitet man daran, ein eigenes DNS aufzubauen, das von übergeordneten Systemen im Ausland abgekoppelt ist und so nicht so einfach manipuliert werden kann.

Maßnahmen gegen den Brain-Drain

Teils wird daraus auch die Schlussfolgerung gezogen, dass Russland sich insgesamt vom globalen Internet abschotten will. Dies hätte sicherlich weiterreichende Folgen für die heimische IT-Branche. Aus Sicht des Regimes brächte ein solcher Schritt aber auch Vorteile - insbesondere könnte man den Informationsfluss noch stärker unter Kontrolle bringen. Auf diese Weise versuchen Diktaturen regelmäßig, insbesondere auch die einheimische Opposition einzuhegen und die eigene Propaganda zur bestimmenden Medienrealität werden zu lassen.

Eine weitere schwierige Aufgabe des Ministeriums besteht darin, in der derzeitigen Situation das Know-how im Land zu halten. Seit Tagen befinden sich immerhin auch zahlreiche Russen auf der Flucht, um der Zuspitzung der Verhältnisse im Land zu entkommen. Vor allem Menschen mit guter Ausbildung strömen über die Grenzen nach Europa und Mittelasien. Um den so genannten Brain-Drain zu mildern, sollen bestimmte Berufs- und Firmengruppen von Steuern und Pachtzahlungen befreit werden. Tech-Spezialisten könnten auch vom Wehrdienst befreit werden, ausländische Fachkräfte sollen direkt einreisen und mit der Arbeit beginnen können, auch wenn ihr Antrag auf ein Visum noch nicht bearbeitet wurde.

Siehe auch:

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