DNS4EU: EU-Kommission plant eigenen DNS-Dienst - mit Netzsperren
Die EU-Kommission will einen eigenen DNS-Resolver ins Leben rufen. Damit will man eine Alternative zu den dominierenden öffentlichen Servern schaffen. Allerdings klingt die Nutzung der neuen Systeme erst einmal wenig attraktiv.
Die Nutzer in der EU würden nach Einschätzung der Kommission zunehmend auf einige wenige öffentliche Anbieter zurückgreifen - gemeint sind hier wohl Angebote von Google und Cloudflare. Das stimmt so zumindest für die User, die sich selbst nach einem DNS-Server umsehen, die meisten verwenden ohnehin schlicht den Service ihres jeweiligen Providers.
Ein EU-eigener DNS-Service, an dem keine großen US-Konzerne das Nutzungsverhalten studieren, das klingt im ersten Moment gut - allerdings hat die Sache auch einen Haken. Die EU-Kommission sieht das Vorhaben nämlich als Bestandteil ihrer "Cybersicherheitsstrategie" an. Und diese enthält eben auch Punkte, die weniger im Interesse der meisten User sein werden.
Allerdings soll der DNS-Dienst auch mit anderen Sicherheitsvorkehrungen verbunden sein. So wird es unter anderem Phishing-Filter geben, die Nutzer davor schützen, auf betrügerische Webseiten geleitet zu werden. Und auch Malware will man aktiv ausbremsen, wofür eine Zusammenarbeit mit verschiedenen CERTs geplant ist. Der EU-Service wird unter dem Namen DNS4EU von der European Health and Digital Executive Agency (HaDEA) betrieben. Wann er starten soll und unter welche IP-Adresse er dann erreichbar ist, wurde noch nicht mitgeteilt, wohl aber, dass man Kontakte zu Providern und Browser-Herstellern sucht, um die Nutzungsmöglichkeiten unter den Anwendern bekannt zu machen.
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Ein EU-eigener DNS-Service, an dem keine großen US-Konzerne das Nutzungsverhalten studieren, das klingt im ersten Moment gut - allerdings hat die Sache auch einen Haken. Die EU-Kommission sieht das Vorhaben nämlich als Bestandteil ihrer "Cybersicherheitsstrategie" an. Und diese enthält eben auch Punkte, die weniger im Interesse der meisten User sein werden.
Auch gute Security-Features
Denn für die EU-Kommission ist das seit Jahren immer wieder aufkommende Thema der Netzsperren noch immer nicht vom Tisch. So sollen auch in dem neuen DNS-Dienst Filtermöglichkeiten eingebaut werden, um Inhalte, die nicht mit dem Gesetz im Einklang stehen, vor den Augen der Nutzer zu verbergen.Allerdings soll der DNS-Dienst auch mit anderen Sicherheitsvorkehrungen verbunden sein. So wird es unter anderem Phishing-Filter geben, die Nutzer davor schützen, auf betrügerische Webseiten geleitet zu werden. Und auch Malware will man aktiv ausbremsen, wofür eine Zusammenarbeit mit verschiedenen CERTs geplant ist. Der EU-Service wird unter dem Namen DNS4EU von der European Health and Digital Executive Agency (HaDEA) betrieben. Wann er starten soll und unter welche IP-Adresse er dann erreichbar ist, wurde noch nicht mitgeteilt, wohl aber, dass man Kontakte zu Providern und Browser-Herstellern sucht, um die Nutzungsmöglichkeiten unter den Anwendern bekannt zu machen.
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Christian Kahle
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