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Kamera filmt bei neuen Android-Smartphones bald jederzeit mit
Mit dem von Qualcomm vorgestellten neuen Snapdragon 8 Gen 1 wird es mit ziemlicher Sicherheit zu Konflikten kommen. Denn bei den ersten Android-Smartphones, die im kommenden Jahr erscheinen, wird die Kamera ständig ihre Umgebung beobachten.
"Die Frontkamera ihres Handys sucht immer nach ihrem Gesicht, auch wenn sie es nicht berühren oder anheben, um es zu aktivieren", so kündigte Qualcomm-Produktmanager Judd Heape das Feature an. Im Normalzustand wird die Frontkamera der Mobiltelefone also niemals abgeschaltet sein und ständig analysieren, was es im Umfeld zu sehen gibt. Im Chip laufen die Bilddaten dafür in den überarbeiteten Sensing Hub-Bereich, der für die Verarbeitung zuständig ist.
Im Kern bekommen die Nutzer es hier also mit einer Funktionalität zu tun, wie man sie im Audio-Bereich bereits kennt: Die verschiedenen Sprachassistenten müssen auch jederzeit über ein aktives Mikrofon die Umgebung belauschen, um mitzubekommen, wenn der Nutzer sich mit einer Anfrage an sie wendet. Allerdings ist dies letztlich noch weniger invasiv als eine jederzeit aktive Kamera, die im Smartphone sämtliche Situationen im Leben des Users aufnimmt.
Der doch recht große potenzielle Eingriff in die Privatsphäre wird vom Hersteller in Kauf genommen, um vergleichsweise kleine Verbesserungen zu erreichen. So soll das Smartphone zukünftig nicht erst mit der Gesichtserkennung starten, wenn es aktiviert wird. Es soll den Nutzer beispielsweise bereits erkennen, wenn dieser im Kamera-Blickfeld auftaucht und dann beispielsweise das Display anschalten und freigeben.
Darüber hinaus bewirbt Qualcomm die Funktionalität sogar mit einem angeblichen Zugewinn an Sicherheit und Privatsphäre. Denn es sei möglich zu erkennen, wenn jemand Fremdes dem User über die Schulter schaut, um einen Blick auf dessen Smartphone-Bildschirm zu erhaschen - dann könnte dieser automatisch deaktiviert werden, hieß es.
Siehe auch:
Im Kern bekommen die Nutzer es hier also mit einer Funktionalität zu tun, wie man sie im Audio-Bereich bereits kennt: Die verschiedenen Sprachassistenten müssen auch jederzeit über ein aktives Mikrofon die Umgebung belauschen, um mitzubekommen, wenn der Nutzer sich mit einer Anfrage an sie wendet. Allerdings ist dies letztlich noch weniger invasiv als eine jederzeit aktive Kamera, die im Smartphone sämtliche Situationen im Leben des Users aufnimmt.
Nur ein kleiner Funktions-Zugewinn
Wenn man sich also darüber bewusst ist, dass Geräte mit aktiven Sprachassistenten in der Nähe sind, kann man immerhin darüber nachdenken, was man sagen möchte und welche Äußerungen vielleicht eher nicht ins Internet übertragen werden sollen. Kamera-Bilder lassen sich hingegen nicht vermeiden und man muss davon ausgehen, dass man zukünftig auch ständig von Kameras aufgenommen wird, die in Geräten von anderen Personen in der Umgebung stecken.Der doch recht große potenzielle Eingriff in die Privatsphäre wird vom Hersteller in Kauf genommen, um vergleichsweise kleine Verbesserungen zu erreichen. So soll das Smartphone zukünftig nicht erst mit der Gesichtserkennung starten, wenn es aktiviert wird. Es soll den Nutzer beispielsweise bereits erkennen, wenn dieser im Kamera-Blickfeld auftaucht und dann beispielsweise das Display anschalten und freigeben.
Darüber hinaus bewirbt Qualcomm die Funktionalität sogar mit einem angeblichen Zugewinn an Sicherheit und Privatsphäre. Denn es sei möglich zu erkennen, wenn jemand Fremdes dem User über die Schulter schaut, um einen Blick auf dessen Smartphone-Bildschirm zu erhaschen - dann könnte dieser automatisch deaktiviert werden, hieß es.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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