Preisexplosion: Erster Stromanbieter pleite - muss Versorgung einstellen
Die enorm gestiegenen Energiepreise auf den Großmarkt-Handelsplätzen fordern jetzt auch erste Opfer. Erstmals muss ein Anbieter von Strom und Gas seinen Kunden mitteilen, dass man aufgrund einer Insolvenz die Energielieferungen einstellen wird.
Getroffen hat es den mittelständischen Anbieter Otima aus Neuenhagen bei Berlin. Das Unternehmen führt die Entwicklung vor allem auf die massiv gestiegenen Großhandelspreise zurück, die sich binnen kürzester Zeit teilweise vervierfacht hätten. Das Unternehmen musste seinen Lieferanten daher deutlich höhere Vorauskasse- und Sicherheitsleistungen überweisen, während die Einnahmen aus den laufenden Verträgen mit den Kunden auf dem alten Niveau blieben.
Mit den vorhandenen Geldreserven konnte man so letztlich nicht mehr genug Energie einkaufen, um den Bedarf der Abnehmer zu decken. Auch die Suche nach neuen Lieferanten, mit denen man die Lage hätte überbrücken können, war nicht erfolgreich. Aufgrund dessen musste sich das Management letztlich entscheiden, Insolvenz zu beantragen.
Im Falle Otimas sind kaum Einzelverbraucher aus privaten Haushalten betroffen. Das Unternehmen versorgt überwiegend öffentliche Auftraggeber und eine Reihe von Unternehmen in der Region. Gut möglich aber, dass in den kommenden Tagen auch noch weitere Anbieter folgen werden, die vor den gleichen Problemen stehen. Es trifft hier in erster Linie Anbieter, die bei der Versorgung auf fossile Energieträger setzen, bei denen die Preise zuletzt massiv stiegen. Aufgrund des geringen Ausbaus regenerativer Quellen in den letzten Jahren sind die Ausweichmöglichkeiten beispielsweise in Richtung Ökostrom aber ebenfalls begrenzt.
Wichtig für betroffene Kunden: Wenn der Energieanbieter pleite ist, bedeutet das nicht, dass man plötzlich nicht mehr versorgt wird. In solchen Fällen springt der örtliche Grundversorger ein. Dieser nimmt dann automatisch Kontakt auf. Wer in einem solchen Fall nicht aktiv wird und sich einen neuen Anbieter sucht, wird vom Grundversorger beliefert, der allerdings in der Regel nicht gerade die besten Tarife hat.
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Mit den vorhandenen Geldreserven konnte man so letztlich nicht mehr genug Energie einkaufen, um den Bedarf der Abnehmer zu decken. Auch die Suche nach neuen Lieferanten, mit denen man die Lage hätte überbrücken können, war nicht erfolgreich. Aufgrund dessen musste sich das Management letztlich entscheiden, Insolvenz zu beantragen.
Kunden stehen nicht im Dunkeln
"Nach der Beendigung der Versorgung werden wir schnellstmöglich die Schlußrechnungen erstellen und bitten Sie in diesem Zusammenhang um die Übersendung der jeweiligen Zählerstände", heißt es nun auf der Webseite des Unternehmens. Darüber hinaus wird den Vertragspartnern empfohlen, sich einen neuen Anbieter zu suchen. Auch das könnte allerdings zum Problem werden, weil erste Anbieter schon keine neuen Kunden mehr aufnehmen, um nicht auf das gleiche Problem zuzusteuern.Im Falle Otimas sind kaum Einzelverbraucher aus privaten Haushalten betroffen. Das Unternehmen versorgt überwiegend öffentliche Auftraggeber und eine Reihe von Unternehmen in der Region. Gut möglich aber, dass in den kommenden Tagen auch noch weitere Anbieter folgen werden, die vor den gleichen Problemen stehen. Es trifft hier in erster Linie Anbieter, die bei der Versorgung auf fossile Energieträger setzen, bei denen die Preise zuletzt massiv stiegen. Aufgrund des geringen Ausbaus regenerativer Quellen in den letzten Jahren sind die Ausweichmöglichkeiten beispielsweise in Richtung Ökostrom aber ebenfalls begrenzt.
Wichtig für betroffene Kunden: Wenn der Energieanbieter pleite ist, bedeutet das nicht, dass man plötzlich nicht mehr versorgt wird. In solchen Fällen springt der örtliche Grundversorger ein. Dieser nimmt dann automatisch Kontakt auf. Wer in einem solchen Fall nicht aktiv wird und sich einen neuen Anbieter sucht, wird vom Grundversorger beliefert, der allerdings in der Regel nicht gerade die besten Tarife hat.
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Christian Kahle
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