Einstieg ins Foundry-Geschäft:
Intel dürfte es ziemlich schwer haben
In der Halbleiterbranche sieht man die Bestrebungen Intels, selbst auch als Auftragshersteller aktiv zu werden, ziemlich gelassen. Der US-Konzern ist zwar ein mächtiger Player im Chip-Geschäft, doch ist das Auftragsgeschäft auch kein Selbstläufer.
Wie das Branchenblatt DigiTimes unter Berufung auf Branchenkenner berichtet, verfüge Intel zwar über fortgeschrittene Prozesstechnologien, sei aber im gesamten Geschäftsmodell der Foundry-Services ein kompletter Neuling. Und als solcher dürfte auch einer der mächtigsten Chipkonzerne der Welt es schwer haben, sich einfach mal gegen Konkurrenten wie TSMC, Samsung Electronics, United Microelectronics Corporation (UMC) oder GlobalFoundries durchzusetzen.
Intel muss demnach damit rechnen, dass es ein ordentliches Stück Arbeit wird, überhaupt Kunden in nennenswertem Ausmaß zu gewinnen. Denn insbesondere die größeren und lukrativen Auftraggeber unterhalten bereits lange Geschäftsbeziehungen mit den etablierten Foundries. Um sie abzuwerben, muss man dann nicht ebenso gut wie diese sein, sondern ein gutes Stück mehr bieten.
Ein anderer Faktor könnte eher zufällige Nachteile für Intel mich sich bringen. Der Konzern plant und baut aktuell zwei komplette Werke, mit denen er auf dem Foundry-Markt aktiv werden will. Diese sollen aber erst 2024 die Massenproduktion aufnehmen. Aufgrund der aktuellen Kapazitätsmängel haben aber auch die etablierten Anbieter ihre Investitionen derzeit kräftig hochgefahren und wenn es für Intel ungünstig läuft, haben diese dann nach dem Abflauen der aktuellen Krise selbst schon Überkapazitäten aufgebaut.
Intel muss demnach damit rechnen, dass es ein ordentliches Stück Arbeit wird, überhaupt Kunden in nennenswertem Ausmaß zu gewinnen. Denn insbesondere die größeren und lukrativen Auftraggeber unterhalten bereits lange Geschäftsbeziehungen mit den etablierten Foundries. Um sie abzuwerben, muss man dann nicht ebenso gut wie diese sein, sondern ein gutes Stück mehr bieten.
Zeitpunkt ungünstig
Insbesondere bei den High End-Produkten ist das Auftragsgeschäft längst keine Einbahnstraße mehr. Wenn es um Chips für Hochleistungs-Rechner, AI-Anwendungen und Automotive-Systeme geht, hat man es vielmehr mit einem komplexen Wechselspiel zwischen den beiden jeweiligen Partnern zu tun. Hier werden nicht einfach Baupläne an die Chipfabrik übermittelt und dann fertige Produkte abgeholt, sondern Chips und Prozesstechniken werden aufeinander abgestimmt und die Entwicklung von jeweils beiden Seiten beeinflusst.Ein anderer Faktor könnte eher zufällige Nachteile für Intel mich sich bringen. Der Konzern plant und baut aktuell zwei komplette Werke, mit denen er auf dem Foundry-Markt aktiv werden will. Diese sollen aber erst 2024 die Massenproduktion aufnehmen. Aufgrund der aktuellen Kapazitätsmängel haben aber auch die etablierten Anbieter ihre Investitionen derzeit kräftig hochgefahren und wenn es für Intel ungünstig läuft, haben diese dann nach dem Abflauen der aktuellen Krise selbst schon Überkapazitäten aufgebaut.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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