US-Heimatschutz ist wegen Backdoors in Fernsehern aus China alarmiert
Die IT-Sicherheitsexperten des US-Heimatschutz-Ministeriums beschäftigen sich aktuell mit Fernsehern. Konkret geht es um Geräte des chinesischen Herstellers TCL, in denen zuvor bereits Backdoors gefunden wurden.
Die ganze Sache nahm ihren Lauf, als der unabhängige Sicherheitsforscher John Jackson vor einigen Wochen einen Bericht über schwerwiegende Sicherheitslücken in der Firmware der fraglichen Fernsehgeräte veröffentlichte. Dieser lief noch darauf hinaus, dass Angreifer sich Zugang zu den Systemen verschaffen und von diesen persönliche Daten der Nutzer und auch Zugangstokens der installierten Apps herunterladen können. Eine zweite Schwachstelle erlaubte auch das Einschleusen von Codes tief in die Firmware.
Dabei hätte es sich im Prinzip um mehr oder weniger normale Lücken in der auf den Fernsehern eingesetzten Android-Version handeln können. Allerdings verhielten sich die Geräte auf verschiedene Weisen merkwürdig und teilweise wurden öffentlich bekannt gewordene Sicherheitslücken plötzlich auch gepatcht - ohne dass die Nutzer über diesen Vorgang in irgendeiner Form informiert wurden. Das geht aus einem Bericht des Security Ledger hervor.
In den Sicherheitsbehörden der USA reagiert man bekanntlich ziemlich empfindlich, wenn chinesische Firmen unter Verdacht stehen, problemlos auf Systeme zuzugreifen. Zwar handelt es sich hier nicht um eine kritische Infrastruktur wie ein Mobilfunknetz, doch bergen auch solche Backdoors bei Privatnutzern ein hohes Risiko für die Bürger des Landes.
Dabei hätte es sich im Prinzip um mehr oder weniger normale Lücken in der auf den Fernsehern eingesetzten Android-Version handeln können. Allerdings verhielten sich die Geräte auf verschiedene Weisen merkwürdig und teilweise wurden öffentlich bekannt gewordene Sicherheitslücken plötzlich auch gepatcht - ohne dass die Nutzer über diesen Vorgang in irgendeiner Form informiert wurden. Das geht aus einem Bericht des Security Ledger hervor.
Fernwartung oder Backdoor?
Der Hersteller gab auch zu, dass es eine Fernwartungs-Funktion gäbe. Allerdings kam eher der Verdacht auf, dass es generelle Hintertüren zu den Systemen gibt, über die es dem Hersteller möglich ist, auf verschiedene Funktionen und den Speicher der Fernseher zuzugreifen. Denn wenn es dem Unternehmen möglich ist, gezielt Patches für Software-Komponenten zu installieren, die nicht von einer integrierten Update-Funktion abgeholt werden, hat der Hersteller faktisch einen vollen Zugang zu den Geräten, die bei seinen Kunden im Wohnzimmer herumstehen.In den Sicherheitsbehörden der USA reagiert man bekanntlich ziemlich empfindlich, wenn chinesische Firmen unter Verdacht stehen, problemlos auf Systeme zuzugreifen. Zwar handelt es sich hier nicht um eine kritische Infrastruktur wie ein Mobilfunknetz, doch bergen auch solche Backdoors bei Privatnutzern ein hohes Risiko für die Bürger des Landes.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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