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China-Krypto-Chips in Festplatten vieler westlicher Behörden & Militärs
Während westliche Staaten versuchen, Huawei und Co. aus ihren Telekommunikations-Infrastrukturen herauszuhalten, arbeiten sie in hochsensiblen Bereichen mit Krypto-Technologien, die unter chinesischer Kontrolle produziert werden.
Bereits vor zwei Jahren haben US-Behörden das chinesische Unternehmen Hualan Microelectronics, das auch unter dem Namen Sage Microelectronics auftritt, auf die Embargoliste gesetzt. Dessen im Jahr 2016 übernommene Tochter Initio, eine ursprünglich in Taiwan ansässige Firma, liefert allerdings noch immer große Mengen an Verschlüsselungs-Mikrocontrollern an die Hersteller von Festplatten.
Wie Recherchen des US-Magazins Wired zeigen, kommen Festplatten mit den integrierten Krypto-Chips in diversen westlichen Organisationen zum Einsatz: Angefangen bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, über verschiedenste Militärs der NATO-Mitglieder, der US-Drogenfahndung und auch bei verschiedenen Geheimdiensten.
Während also in den Mobilfunknetzen penibel darauf geachtet wird, dass ein chinesischer Anbieter keine Kontrolle über wichtige Infrastrukturen bekommt, nimmt man die Sache bei den Datenspeichern offenbar weniger ernst. Hier lässt man also Krypto-Technologie, die unter chinesischer Kontrolle gefertigt wird, tief in die sensibelsten Netzwerke hinein, wo sie den Schutz besonders wichtiger Daten gewährleisten soll.
"Wenn ein Unternehmen mit einer spezifischen Warnung wie dieser auf der Entity List steht, dann deshalb, weil die US-Regierung davon ausgeht, dass dieses Unternehmen die militärische Entwicklung eines anderen Landes aktiv unterstützt", erklärte Dakota Cary, ein auf China fokussierter Forschungsstipendiat des Atlantic Council, eines in Washington, DC, ansässigen Thinktanks. "Es heißt, dass man nicht bei diesem Unternehmen kaufen sollte, nicht nur, weil das Geld, das man ausgibt, an ein Unternehmen geht, das diese Einnahmen für die Förderung der militärischen Ziele eines anderen Landes verwendet, sondern weil man dem Produkt nicht trauen kann." Warum entsprechende Festplatten trotzdem in größerem Umfang eingesetzt werden, ist unklar.
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Wie Recherchen des US-Magazins Wired zeigen, kommen Festplatten mit den integrierten Krypto-Chips in diversen westlichen Organisationen zum Einsatz: Angefangen bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, über verschiedenste Militärs der NATO-Mitglieder, der US-Drogenfahndung und auch bei verschiedenen Geheimdiensten.
Während also in den Mobilfunknetzen penibel darauf geachtet wird, dass ein chinesischer Anbieter keine Kontrolle über wichtige Infrastrukturen bekommt, nimmt man die Sache bei den Datenspeichern offenbar weniger ernst. Hier lässt man also Krypto-Technologie, die unter chinesischer Kontrolle gefertigt wird, tief in die sensibelsten Netzwerke hinein, wo sie den Schutz besonders wichtiger Daten gewährleisten soll.
Problem ist bekannt
Mit Unkenntnis über die Hintergründe des Controller-Herstellers Initio ist dies nicht zu erklären. Denn die Übernahme im Jahr 2016 hatte bereits bei Sicherheitsforschern und auf China fokussierten Sicherheitsanalysten die Befürchtung geweckt, dass in den Verschlüsselungs-Chips bald versteckte Hintertüren zum Einsatz kommen könnten, mit denen sich Peking den Zugriff auf kodierte Inhalte auf den entsprechenden Datenträgern sichern könnte. Gefunden wurde bisher zwar nichts, allerdings hat dies wenig zu bedeuten - immerhin lassen sich Sicherheitslücken, die als Backdoor ausgenutzt werden können, auch schlicht als beiläufige Bugs tarnen, die kaum zu finden sind."Wenn ein Unternehmen mit einer spezifischen Warnung wie dieser auf der Entity List steht, dann deshalb, weil die US-Regierung davon ausgeht, dass dieses Unternehmen die militärische Entwicklung eines anderen Landes aktiv unterstützt", erklärte Dakota Cary, ein auf China fokussierter Forschungsstipendiat des Atlantic Council, eines in Washington, DC, ansässigen Thinktanks. "Es heißt, dass man nicht bei diesem Unternehmen kaufen sollte, nicht nur, weil das Geld, das man ausgibt, an ein Unternehmen geht, das diese Einnahmen für die Förderung der militärischen Ziele eines anderen Landes verwendet, sondern weil man dem Produkt nicht trauen kann." Warum entsprechende Festplatten trotzdem in größerem Umfang eingesetzt werden, ist unklar.
Zusammenfassung
- Westliche Staaten vermeiden chinesische Kontrolle über Telekommunikation.
- Chinesisches Unternehmen Hualan/Sage Microelectronics mit Embargo.
- Tochterfirma Initio liefert Mikrocontroller an HDD-Hersteller.
- Festplatten mit chinesischen Chips in westlichen Organisationen.
- Befürchtung, chinesische Hintertüren in Verschlüsselungs-Chips.
- US-Regierung warnt vor Unterstützung chinesischer militärischer Ziele.
- Unklar, warum Festplatten trotzdem eingesetzt werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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