Geekom A9 Max: Mini-PC maximiert auf 4-TB-SSD und 128 GB RAM

Den Geekom A9 Max kann man auf 4 TB Speicherplatz und 128 GB RAM aufrüsten. Bisher hat unser Kollege Timm Mohn den RAM nur auf 64 GB Arbeitsspeicher erweitert. Allerdings schnitt die originale SSD in den Benchmarks nicht so gut ab wie manch andere SSD. Ein weiteres Upgrade erscheint daher lohnenswert.

Der Festspeicher ist ab Werk mit einem Kühlpad versehen und mit einer Schraube gesichert, die sich leicht entfernen lässt. Unter der SSD sitzt die Wi-Fi-Karte. Das macht es umso wichtiger, eine Single-Sided-SSD einzubauen. Hierfür eignet sich bspw. die Samsung 990 Pro. Diese kombiniert viel Speicher mit schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten. Um für die alte sowie die neue SSD gleiche Bedingungen zu schaffen, wird auch das Kühlpad auf die neue SSD übertragen.

Für die letzte Upgrade-Runde wird auch der RAM getauscht. Der ab Werk verbaute RAM ist CL46, während der Fury-RAM CL40 ist. Der Fury-RAM macht in Notebooks, in denen er direkt auf dem Mainboard aufliegt, wegen der vielen Speicherchips manchmal Probleme. Geekom hat jedoch genug Platz vorgesehen, schließlich unterstützt der A9 Max bis zu 128 GB RAM.
Geekom A9 Max - Speicher maximieren Geekom A9 Max - Speicher maximieren Geekom A9 Max - Speicher maximieren
Da die alte SSD nicht geklont wird, muss Windows komplett neu installiert werden. Das entsprechende Image gibt es beispielsweise bei Microsoft. Geekom selbst bietet die Treiber auf der eigenen Homepage an. Um eventuelle RAM-Probleme direkt auszuschließen, wurde das BIOS unmittelbar nach dem RAM-Tausch auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt und der PC neu gestartet.

Wie zu erwarten war, liegt die Lesegeschwindigkeit der SSD mit 7.119,42 MB/s höher als die der Original-SSD. Auch die Schreibgeschwindigkeit fällt mit 6.971,83 MB/s höher aus. Der 3DMark Storage Benchmark vergibt 2.673 Punkte. Damit verbessert sich das Ergebnis um 856 Punkte im Vergleich zu den 1.817 Punkten der Original-SSD. Mit diesem Score setzt sich das System vor den Durchschnitt, auch wenn es mal wieder nicht für den Highscore reicht.

Mit Spannung wurde das neue Ergebnis im PCMark Extended Benchmark erwartet. Mit 8.299 Punkten fällt es geringer aus als noch mit dem erweiterten Stock-RAM und der ab Werk verbauten SSD. Der Gaming-Bereich des Benchmarks hat allerdings ein paar Punkte mehr erzielt. Der reguläre PCMark-Benchmark erzielt 9.197 Punkte. Das sind 130 Punkte mehr als mit 32 GB Dual-Channel-RAM.

Nicht jeder 3D-Benchmark reizt die 64 GB aus. Speed Way erzielt 536 Punkte. Viel spannender als das Ergebnis bei Steel Nomad mit 755 Punkten ist das Ergebnis von Steel Nomad Light. Hier erzielt der aufgerüstete A9 Max 3.752 Punkte. Das sind 32 Punkte mehr als noch mit 64 GB RAM und der Stock-SSD.

Geekom A9 Max - Speicher maximierenGeekom A9 Max - Speicher maximierenGeekom A9 Max - Speicher maximierenGeekom A9 Max - Speicher maximierenGeekom A9 Max - Speicher maximierenGeekom A9 Max - Speicher maximieren

Insgesamt lässt sich sagen: Ein Upgrade beim A9 Max ist durchaus möglich. Geekom macht es Bastlern erfreulich einfach: Weder ist ein Lüfterkabel an der Bodenplatte befestigt, noch stellen die Antennenkabel aufgrund ihrer Länge eine Herausforderung dar. Beides hat sich in der Vergangenheit schon als Fallstrick beim RAM- und SSD-Upgrade erwiesen. Der Mini-PC kommt mit zwei PCIe-Slots daher, aber nur mit einem Kühlpad. Hat man sowieso vor, nur eine 4-TB-SSD zu verbauen, ist das kein Problem. Das Kühlpad ist außerdem noch sehr flexibel und nicht ausgetrocknet, sodass man es ohne Materialverlust übertragen kann.

Das Upgrade an sich geht aber gegebenenfalls in eine andere Richtung, als man vielleicht denkt. Statt eines zweiten RAM-Riegels mit 32 GB dürfte für die meisten Menschen der Griff zu einem Set aus zwei 16-GB-RAM-Riegeln ausreichen. 32 GB Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Betrieb bringen beim A9 Max den entscheidenden Leistungsboost. Nur wer wirklich oft große Projekte bearbeitet und generell mit speicherhungrigen Anwendungen zu tun hat, dürfte von 64 oder gar 128 GB RAM profitieren.

Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube