Britisches 5G-Netz: Huawei-Beteiligung soll auf "Null" reduziert werden
Der britische Premierminister Boris Johnson soll Pläne gefordert haben, um die Beteiligung Chinas am britischen 5G-Netz auf Null zu reduzieren. Konkret geht es dabei um Huawei, das demnach nicht mehr am Ausbau beteiligt werden soll.
Das berichtet jetzt der Telegraph und bezieht sich dabei auf Informationen, die dem Nachrichtenmagazin vorliegen. Boris Johnson sehe sich jetzt gezwungen, Huaweis Rolle in den 5G-Netzen zu reduzieren und die Beteiligung chinesischer Firmen bis zum Jahr 2023 auf Null zu reduzieren. Johnson sei nun bereit, den konservativen Hinterbänklern im Parlament nachzugeben, die gegen eine Präsenz von Huawei in den neuen 5G-Netzen sind. Der Premierminister will demnach eine möglicherweise peinliche Niederlage abwenden, falls sein aktuell bestehender Vorschlag, Huawei auf einen Marktanteil von 35 Prozent zu reduzieren, im Unterhaus zur Abstimmung gestellt werden sollte.
Infografik: 5G-Spektren im Vergleich
Für Huawei wäre das der nächste große Rückschlag in den Bemühungen, wieder weltweit nach den vielen Spionagevorwürfen und den Sanktionen der USA einen besseren Stand zu finden. Der ursprüngliche Plan der britischen Regierung wurde erst im Januar mit Unterstützung der britischen Geheimdienste geschmiedet. Man wollte mit der Höchstgrenze für die Beteiligung an Huawei-Ausrüstung das Risiko begrenzen, dass die chinesische Regierung die Technik für eine Massenüberwachung nutzen könne.
Hochrangige Minister wollen nun angesichts der Krise auch die wirtschaftliche Abhängigkeit Großbritanniens von China in Bezug auf lebenswichtige Güter verringern und haben mit der Ausarbeitung eines "Project Defend" begonnen, das darauf abzielt, die Selbstversorgung Großbritanniens in strategischen, medizinischen und technologischen Sektoren zu fördern.
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Coronakrise verschärft antichinesische Stimmung
Hintergrund ist, dass ich die "antichinesische Stimmung" angesichts der Coronavirus-Krise verhärtet habe, schreibt der Telegraph. Damit könne der Premierminister sich nicht auf seine Mehrheit im Unterhaus verlassen. Der angekündigte Rückzug wird zudem das Verhältnis mit den USA stärken, heißt es. Es dürfte das Weiße Haus erfreuen, das unermüdlich gegen Huawei gekämpft hat, so der Telegraph.Für Huawei wäre das der nächste große Rückschlag in den Bemühungen, wieder weltweit nach den vielen Spionagevorwürfen und den Sanktionen der USA einen besseren Stand zu finden. Der ursprüngliche Plan der britischen Regierung wurde erst im Januar mit Unterstützung der britischen Geheimdienste geschmiedet. Man wollte mit der Höchstgrenze für die Beteiligung an Huawei-Ausrüstung das Risiko begrenzen, dass die chinesische Regierung die Technik für eine Massenüberwachung nutzen könne.
Hochrangige Minister wollen nun angesichts der Krise auch die wirtschaftliche Abhängigkeit Großbritanniens von China in Bezug auf lebenswichtige Güter verringern und haben mit der Ausarbeitung eines "Project Defend" begonnen, das darauf abzielt, die Selbstversorgung Großbritanniens in strategischen, medizinischen und technologischen Sektoren zu fördern.
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