Mangelware VPN: Berliner Behörden fehlt die Technik für Home-Office

Deutschland, Berlin, Brandenburger Tor Bildquelle: Daniel Foster / Flickr
Während die Corona-Krise für die Beschäftigten in zahlreichen Bereichen vor allem bedeutet, dass man vom Büro zum heimischen Küchentisch umzieht, stehen öffentliche Verwaltungen teilweise vor einem Scherbenhaufen. In Berlin geht beispielsweise wenig bis gar nichts. Die Digitalisierung ist in der Verwaltung der Bundeshauptstadt weit entfernt von dem Stand, den man in den meisten Unternehmen vorfindet. Oder eben: Technisch "kurz hinter der Karteikarte", wie es Sabine Weißler, die grüne Umwelt- und Kulturstadträtin des Bezirks Mitte, gegenüber dem Tagesspiegel erklärte. Zwar seien Mitarbeiter ins Home-Office gewechselt, könnten von dort aber längst nicht in einem Umfang tätig werden, der aktuell notwendig wäre.

Die verschiedenen Behörden und Ämter der Hauptverwaltung auf Landes- und Bezirks-Ebene verfügen in Berlin über rund 100.000 Mitarbeiter. Für diese stehen überhaupt nur 11.500 mobile Geräte - also Notebooks und Tablets - für die Arbeit außerhalb des Büros zur Verfügung. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass mindestens um die zehn Prozent der Mitarbeiter mit voller Kraft die Belange der Bürger bearbeiten könnten - in der Realität sind es viel weniger.

Aufträge wären gerade jetzt nötig

Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf Unterlagen der zuständigen IT-Verwaltung im Innen-Senat zu berichten weiß, können die VPN-Systeme des Verwaltungsnetzes lediglich rund 2500 gleichzeitige Verbindungen bereitstellen. Weiterhin verfügt man über 1500 so genannte Bootsticks, von denen ein Rechner booten kann und die dann eine direkte Remote-Verbindung zum Arbeitsplatz-PC des jeweiligen Anbieters aufbauen.

Das bedeutet also theoretisch, dass gerade einmal vier Prozent der Beschäftigten aktuell arbeitsfähig sind, wenn sie nicht im Büro erscheinen. In der Praxis ist die Quote natürlich zumindest etwas besser, da nicht alle Mitarbeiter nur im Büro sitzen sondern teils auch im Außendienst unterwegs sind. Doch auch diese Tätigkeiten sind aktuell eingeschränkt, weil die Kontaktsperren es beispielsweise untersagen, dass sich die Beschäftigten mit ihren Zielgruppen direkt treffen.

Und das bedeutet nicht nur, dass Anfragen und Anträge einfach liegen bleiben oder länger dauern. Denn kaum von den Corona-Einschränkungen ist beispielsweise das Bauhandwerk betroffen. Angesichts der Schulschließungen ließen sich beispielsweise ohnehin geplante Sanierungen jetzt durchführen und den Angestellten der Handwerksbetriebe bliebe womöglich Kurzarbeit erspart. Es gibt aber niemanden, der eine entsprechende Anpassung der Sanierungspläne bearbeiten und Aufträge freigeben könnte.

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