Marketing-Hype: Warum man die Finger von 8K-TVs lassen sollte
Auf der derzeit in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show sind 8K-Fernseher eines der ganz großen Themen. Wie so oft versuchen die Hersteller, den Kunden einzureden, warum diese am besten sofort ein solches Gerät kaufen sollten. Doch das sollten sie nicht.
Wie so oft versuchen die großen TV-Hersteller, allen voran die koreanischen Unternehmen Samsung und LG, das nächste große Ding zu propagieren, aktuell sind es Fernseher mit einer "8K"-Auflösung. Das liegt vor allem daran, dass der Markt für Fernseher schon seit Jahren übersättigt ist. 4K ist mittlerweile im Handel ein Standard, doch längst besitzen nicht alle ein entsprechendes Gerät. Das liegt eben daran, dass es der gute alte Full-HD in den meisten Fällen nach wie vor auch tut, vor allem dann, wenn man damit hauptsächlich lineares Fernsehen genießt.
Das Online-Magazin Input (via derStandard) hat nun in einem Artikel die Gründe zusammengetragen, warum man derzeit nicht in einen 8K-Fernseher investieren sollte. Dieser trägt den eindeutigen Titel "Um Gottes willen, kauft keinen 8K-TV". Und Gründe, diesen Marketing-"Trend" vorerst auszulassen gibt es zur Genüge.
Viel bedeutender ist der Sprung von normalem 4K zu 4K HDR, der Wechsel von 4K HDR zu 8K HDR ist hingegen verhältnismäßig wenig beeindruckend. Dazu kommt, dass physikalische Medien im Prinzip tot sind und alle 4K- und 8K-Inhalte jetzt und auch künftig gestreamt werden müssen. Nimmt man 4K-Kompression als Maßstab, dann werden 8K-Inhalte eine Bitrate von 100 Mbps erfordern. Damit wird auch eine ausreichend schnelle Leitung nötig sein und die haben längst nicht alle.
Das einzige gute Argument für 8K ist die Pixeldichte bei TVs: Je größer der TV, desto mehr Auflösung kann er vertragen. Bei 8K betrifft das aber Geräte mit Diagonalen mit 80 bis 100 Zoll und hier ist die Frage, wie viele solche Riesen-TVs im Wohnzimmer haben wollen bzw. den Platz dafür haben.
Siehe auch: 8K-TVs sind Ladenhüter - die Verkäufe gehen sogar stark zurück
CES 2020: Alle News & Videos im Überblick WinFuture berichtet aus Las Vegas
Das Online-Magazin Input (via derStandard) hat nun in einem Artikel die Gründe zusammengetragen, warum man derzeit nicht in einen 8K-Fernseher investieren sollte. Dieser trägt den eindeutigen Titel "Um Gottes willen, kauft keinen 8K-TV". Und Gründe, diesen Marketing-"Trend" vorerst auszulassen gibt es zur Genüge.
Inhalte und Übertragung
Darin heißt es, dass derzeit als Hauptargument gegen 8K angeführt wird, dass es keine nativen Inhalte dafür gibt. Das ist zwar richtig, so der Autor, treffe aber nicht den Punkt: Denn auch wenn es genug passenden Content gäbe, so würde sich das Bild von 4K kaum unterscheiden. Zwar ist der Auflösungsunterschied durchaus vom menschlichen Auge erkennbar, aber nicht die Mehrkosten wert.Viel bedeutender ist der Sprung von normalem 4K zu 4K HDR, der Wechsel von 4K HDR zu 8K HDR ist hingegen verhältnismäßig wenig beeindruckend. Dazu kommt, dass physikalische Medien im Prinzip tot sind und alle 4K- und 8K-Inhalte jetzt und auch künftig gestreamt werden müssen. Nimmt man 4K-Kompression als Maßstab, dann werden 8K-Inhalte eine Bitrate von 100 Mbps erfordern. Damit wird auch eine ausreichend schnelle Leitung nötig sein und die haben längst nicht alle.
Und Xbox Series X und PlayStation 5?
Auch beim Thema Gaming ist die Frage, ob 8K mit der nächsten Konsolengeneration schon Realität wird. Zwar haben Microsoft und Sony mitgeteilt, dass man diese Auflösung unterstützen wird, wie genau das funktionieren soll, haben aber beide Hersteller nicht verraten. Man kann dabei durchaus bezweifeln, dass das in der Praxis gut aussieht bzw. man dabei hohe Framerates halten kann.Das einzige gute Argument für 8K ist die Pixeldichte bei TVs: Je größer der TV, desto mehr Auflösung kann er vertragen. Bei 8K betrifft das aber Geräte mit Diagonalen mit 80 bis 100 Zoll und hier ist die Frage, wie viele solche Riesen-TVs im Wohnzimmer haben wollen bzw. den Platz dafür haben.
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