8K-TVs sind Ladenhüter - die Verkäufe gehen sogar stark zurück
Die Hersteller von TV-Geräten stehen wieder einmal vor einem Dilemma, das sie aus der Vergangenheit bereits bestens kennen: Der Markt ist übersättigt und die schöne neue Technologie lockt kaum jemanden hinter dem Ofen hervor. Aktuell betrifft das 8K-TVs.
Der Wechsel von Röhren-TVs auf die damals neuen Flachbildfernseher vor rund eineinhalb Jahrzehnten verschaffte der Industrie viele fette Jahre. Denn der alte CRT musste damals raus, daran führte kein Weg vorbei. Grund war dabei auch die Tatsache, dass die linearen Ausstrahlungssignale von 4:3 auf 16:9 umgestellt wurden. Das bedeutete auch, dass das effektive Bild auf den alten Röhren-TVs noch kleiner wurde. Also kauften praktisch alle TVs mit 720p- oder 1080p-Auflösung.
Doch irgendwann einmal hatte jeder einen neuen TV zu Hause stehen, auch jene, die nur wenig wert auf die neueste Unterhaltungselektronik legen. Seither haben die Hersteller immer wieder dasselbe Problem: Wie kann man den Kunden einen neuen TV einreden und ein Argument finden, warum man unbedingt ein neues Gerät braucht?
Da nützt alles freundliche Lächeln nichts, denn kaum jemand kauft 8K-TVs
Die großen Hersteller scharren aber bereits mit den Hufen und wollen den Kunden mit aller Gewalt 8K einreden. Doch die Kunden zucken hierzu nur mit den Schultern. Oder besser gesagt: Sie zeigen den Herstellern von 8K-Geräten die kalte Schulter.
Denn wie Business Korea berichtet (via Caschy), sind die 8K-TV-Verkäufe im dritten Quartal weltweit auf rund 16.300 Einheiten gefallen. Und das ist nicht wenig, denn im Vergleich zum Quartal davor hat sich die Zahl halbiert - im zweiten Vierteljahr 2019 waren es laut IHS Market noch 32.500 Einheiten.
Dabei könnte der Kleinkrieg zwischen Samsung und LG eine Rolle gespielt haben. Denn die beiden koreanischen Größen haben sich zuletzt immer wieder angegriffen und deren Technologien gegenseitig als minderwertiger bezeichnet. Das könnte zu Verunsicherung unter den potenziellen Kunden geführt haben.
Wir vermuten allerdings, dass das auch schlichtweg mit der Tatsache zu tun hat, dass die Nachfrage deshalb nicht da ist, da die Kunden sich die Frage stellen, warum sie in 8K investieren sollen, wenn 4K hinsichtlich der Inhalte nach wie vor nicht Standard ist.
Siehe auch: LG und Samsung streiten über die Frage, was denn "echtes" 8K ist
Doch irgendwann einmal hatte jeder einen neuen TV zu Hause stehen, auch jene, die nur wenig wert auf die neueste Unterhaltungselektronik legen. Seither haben die Hersteller immer wieder dasselbe Problem: Wie kann man den Kunden einen neuen TV einreden und ein Argument finden, warum man unbedingt ein neues Gerät braucht?
"Warum soll ich einen neuen TV kaufen?"
Mit Smart-TVs, 3D oder Curved-Fernsehern gelang das kaum bis gar nicht, erst der Wechsel auf Ultra-HD bzw. 4K sorgte wieder für einen Schub. Mit dem Run auf Full-HD ist aber auch das nicht vergleichbar, im Fall von UHD ist der Umstieg eher graduell. Wer einen neuen Fernseher braucht, der kauft eben ein 4K-Gerät - auch weil (vernünftige) TV-Geräte mit 1080p nicht mehr erhältlich sind.
Da nützt alles freundliche Lächeln nichts, denn kaum jemand kauft 8K-TVs
Die großen Hersteller scharren aber bereits mit den Hufen und wollen den Kunden mit aller Gewalt 8K einreden. Doch die Kunden zucken hierzu nur mit den Schultern. Oder besser gesagt: Sie zeigen den Herstellern von 8K-Geräten die kalte Schulter.
Denn wie Business Korea berichtet (via Caschy), sind die 8K-TV-Verkäufe im dritten Quartal weltweit auf rund 16.300 Einheiten gefallen. Und das ist nicht wenig, denn im Vergleich zum Quartal davor hat sich die Zahl halbiert - im zweiten Vierteljahr 2019 waren es laut IHS Market noch 32.500 Einheiten.
Dabei könnte der Kleinkrieg zwischen Samsung und LG eine Rolle gespielt haben. Denn die beiden koreanischen Größen haben sich zuletzt immer wieder angegriffen und deren Technologien gegenseitig als minderwertiger bezeichnet. Das könnte zu Verunsicherung unter den potenziellen Kunden geführt haben.
Wir vermuten allerdings, dass das auch schlichtweg mit der Tatsache zu tun hat, dass die Nachfrage deshalb nicht da ist, da die Kunden sich die Frage stellen, warum sie in 8K investieren sollen, wenn 4K hinsichtlich der Inhalte nach wie vor nicht Standard ist.
Siehe auch: LG und Samsung streiten über die Frage, was denn "echtes" 8K ist
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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