Bundesregierung will DAB+-Pflicht für fast alle neuen Radios
Die Bundesregierung denkt überhaupt nicht daran, das nur zaghaft angenommene digitale Radio DAB+ aufzugeben - im Gegenteil. Damit die Technologie sich endlich durchsetzt, soll es zukünftig schlicht verboten sein, Radios ohne die Möglichkeit, die DAB+-Inhalte zu verarbeiten, zu verkaufen.
Eine entsprechende Regelung soll das "Sechste Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes" enthalten, dessen Entwurf heute im Bundeskabinett beschlossen wurde. Ausgearbeitet wurde das Papier vom Bundeswirtschaftsministerium. Nach der Sommerpause dürfte es dann im Bundestag zur Debatte gestellt werden.
Die Gesetzesänderung soll die Hersteller und Händler von Autoradios und anderen Radiogeräten verpflichten, in neuen Geräten zumindest auch den Empfang von DAB+ zu ermöglichen. Dies soll für alle Geräte gelten, die bereits mit dem RDS-Feature ausgestattet sind und auf dem Display so beispielsweise den Sendernamen anzeigen können. Bei diesen geht man wohl davon aus, dass ohnehin die benötigte Elektronik vorhanden ist.
Bisher findet DAB+ unter den Bundesbürgern nur bedingt Freunde. Niedersachsen will sich daher beispielsweise dafür einsetzen, dass Deutschland wieder aus der Technologie aussteigt und die bisher nicht besonders durchschlagenden Investitionen in die Radio-Digitalisierung stoppt. Allerdings spekuliert die Bundesregierung wahrscheinlich darauf, dass durch eine Durchsetzung von DAB+ irgendwann die UKW-Frequenzen frei werden und für andere Dienste zu guten Preisen vergeben werden können.
Siehe auch: Niedersachsen beschließt Ausstiegswunsch aus DAB+ einstimmig
Die Gesetzesänderung soll die Hersteller und Händler von Autoradios und anderen Radiogeräten verpflichten, in neuen Geräten zumindest auch den Empfang von DAB+ zu ermöglichen. Dies soll für alle Geräte gelten, die bereits mit dem RDS-Feature ausgestattet sind und auf dem Display so beispielsweise den Sendernamen anzeigen können. Bei diesen geht man wohl davon aus, dass ohnehin die benötigte Elektronik vorhanden ist.
Einfache UKW-Radios bleiben
Ausnahmen gibt es nur für sehr einfache Modelle, die entweder nur über die altbekannte Frequenz-Skala oder auch überhaupt keine nennenswerte Anzeige verfügen. Das ist beispielsweise bei vielen Geräten der Fall, die für den Radioempfang in der Dusche angeboten werden. Diese können auch weiterhin als reine UKW-Empfänger abgegeben werden.Bisher findet DAB+ unter den Bundesbürgern nur bedingt Freunde. Niedersachsen will sich daher beispielsweise dafür einsetzen, dass Deutschland wieder aus der Technologie aussteigt und die bisher nicht besonders durchschlagenden Investitionen in die Radio-Digitalisierung stoppt. Allerdings spekuliert die Bundesregierung wahrscheinlich darauf, dass durch eine Durchsetzung von DAB+ irgendwann die UKW-Frequenzen frei werden und für andere Dienste zu guten Preisen vergeben werden können.
Siehe auch: Niedersachsen beschließt Ausstiegswunsch aus DAB+ einstimmig
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Christian Kahle
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