Der Bann muss weg: Intel und Qualcomm leisten für Huawei Lobbyarbeit
Der Druck, dem sich der Konzern Huawei wegen des Handelskriegs zwischen China und den USA ausgesetzt sieht, bleibt weiter sehr hoch. Jetzt bekommt man aber von US-Unternehmen stillen Rückenwind. Wichtige Chiphersteller wie Intel und Qualcomm leisten im Hintergrund fleißig Lobbyarbeit, um den Bann von Huawei-Produkten zu beenden oder abzuschwächen. Der Grund: Das chinesische Unternehmen ist einer der größten Kunden.
So soll Intel laut einer "mit der Sache vertrauten Quelle" zusammen mit der Xilinx - weltgrößter Entwickler und Hersteller von programmierbaren Logik-ICs - an einem Treffen mit dem Handelsministerium teilgenommen haben, um eine "Antwort auf Huaweis Aufnahme in die schwarze Liste" zu besprechen. Reuters will von vier weiteren Personen erfahren haben, dass auch Qualcomm Druck auf das Handelsministerium ausübt, um dazu beizutragen, den Huawei-Bann abzumildern oder ganz zu beenden.
Von 70 Milliarden, die Huawei 2018 für den Einkauf von Bauteilen investiert hat, gingen 11 Milliarden an US-Unternehmen. Wie der Huawei-Specher Andrew Williamson ausführt, war den betroffenen Konzernen deshalb schnell klar, dass der Bann eines Unternehmens für sie "katastrophale" Folgen haben könnte. Die Hilfestellung, die Intel & Co. jetzt leisten, verwundere ihn nicht: "Das machen die aus eigenem Antrieb, da Huawei für viele einer der wichtigsten Kunden ist", so Williamson.
Im Hintergrund leisten US-amerikanische Unternehmen Lobbyarbeit für Huawei
Aktuell dürfen US-amerikanische Unternehmen ohne spezielle Erlaubnis nicht an Huawei verkaufen. Da das chinesische Unternehmen der weltgrößte Telekommunikationsausrüster ist, bleiben in den Auftragsbüchern durch den Bann der US-Regierung natürlicherweise große Lücken. Dies sorgt dafür, dass die Unternehmen im Vordergrund den Beschränkungen zwar Folge leisten, laut Bericht von Reuters dafür aber im Hintergrund kräftig Lobbyarbeit für den chinesischen Konzern betreiben.So soll Intel laut einer "mit der Sache vertrauten Quelle" zusammen mit der Xilinx - weltgrößter Entwickler und Hersteller von programmierbaren Logik-ICs - an einem Treffen mit dem Handelsministerium teilgenommen haben, um eine "Antwort auf Huaweis Aufnahme in die schwarze Liste" zu besprechen. Reuters will von vier weiteren Personen erfahren haben, dass auch Qualcomm Druck auf das Handelsministerium ausübt, um dazu beizutragen, den Huawei-Bann abzumildern oder ganz zu beenden.
Argumente sind klar
Die Chiphersteller argumentieren demnach, dass Huawei-Produkte wie Smartphones, Computer und Server "allgemein verfügbare" Bauteile nutzen und es deshalb "unwahrscheinlich ist", dass diese dasselbe Risiko darstellen wie Technologie für 5G-Netze. "Es geht nicht darum, Huawei zu helfen. Es geht darum, Schaden von US-Unternehmen abzuwenden", zitiert Reuters eine seiner Quellen.Von 70 Milliarden, die Huawei 2018 für den Einkauf von Bauteilen investiert hat, gingen 11 Milliarden an US-Unternehmen. Wie der Huawei-Specher Andrew Williamson ausführt, war den betroffenen Konzernen deshalb schnell klar, dass der Bann eines Unternehmens für sie "katastrophale" Folgen haben könnte. Die Hilfestellung, die Intel & Co. jetzt leisten, verwundere ihn nicht: "Das machen die aus eigenem Antrieb, da Huawei für viele einer der wichtigsten Kunden ist", so Williamson.
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