242 Mio. Euro Geldbuße: Qualcomm verkaufte UMTS-Chips unter Wert
Der US-Chip-Hersteller Qualcomm muss in Europa eine weitere Kartellrechtsstrafe in Höhe von 242 Millionen Euro zahlen. Das hat EU- EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager heute bestätigt. Das Verfahren gegen Qualcomm lief dabei schon seit 2015.
Das berichtet jetzt unter anderem Tagesschau.de. Qualcomm hat, soweit bekannt ist, bereits angekündigt, gegen die Entscheidung der Kartellbehörde Einspruch einzulegen. Qualcomm soll eine Strafe von rund 242 Millionen Euro an die EU zahlen. Die Wettbewerbshüter sehen es als erwiesen an, dass Qualcomm, um Wettbewerbern keine Chance auf dem Markt zu lassen, seine UMTS-Chips zeitweise nicht kostendeckend verkauft hat. Für den britischen Chiphersteller Icera endete diese Preispolitik von Qualcomm in der Übernahme durch Nvidia, denn Icera war sehr geschwächt durch den Preiskampf mit Qualcomm.
Zur Begründung heißt es von der zuständigen EU-Kommussion: "Die heutige Entscheidung kommt zu dem Schluss, dass Qualcomm zwischen 2009 und 2011 eine beherrschende Stellung auf dem Weltmarkt für UMTS-Basisband-Chipsätze einnahm. Dies beruht insbesondere auf den hohen Marktanteilen von Qualcomm von rund 60% (fast dreimal so hoch wie der Marktanteil des größten Wettbewerbers) und den hohen Marktzutrittsschranken. Dazu gehören die erheblichen Anfangsinvestitionen in Forschung und Entwicklung zur Entwicklung von UMTS-Chipsätzen und verschiedene Hindernisse im Zusammenhang mit den geistigen Eigentumsrechten von Qualcomm.
Die Marktbeherrschung ist als solche nach dem EU-Kartellrecht nicht illegal. …
Unsere Untersuchung ergab jedoch, dass Qualcomm diese Dominanz zwischen Mitte 2009 und Mitte 2011 missbraucht hat, indem es "Verdrängungspreise" einführte. Qualcomm verkaufte bestimmte Mengen von drei seiner UMTS-Chipsätze unter Selbstkostenpreis an Huawei und ZTE, zwei strategisch wichtige Kunden, mit der Absicht, Icera, seinen seinerzeit wichtigsten Konkurrenten im Marktsegment mit fortschrittlicher Datenratenleistung, zu eliminieren."
Siehe auch:
Zur Begründung heißt es von der zuständigen EU-Kommussion: "Die heutige Entscheidung kommt zu dem Schluss, dass Qualcomm zwischen 2009 und 2011 eine beherrschende Stellung auf dem Weltmarkt für UMTS-Basisband-Chipsätze einnahm. Dies beruht insbesondere auf den hohen Marktanteilen von Qualcomm von rund 60% (fast dreimal so hoch wie der Marktanteil des größten Wettbewerbers) und den hohen Marktzutrittsschranken. Dazu gehören die erheblichen Anfangsinvestitionen in Forschung und Entwicklung zur Entwicklung von UMTS-Chipsätzen und verschiedene Hindernisse im Zusammenhang mit den geistigen Eigentumsrechten von Qualcomm.
Die Marktbeherrschung ist als solche nach dem EU-Kartellrecht nicht illegal. …
Unsere Untersuchung ergab jedoch, dass Qualcomm diese Dominanz zwischen Mitte 2009 und Mitte 2011 missbraucht hat, indem es "Verdrängungspreise" einführte. Qualcomm verkaufte bestimmte Mengen von drei seiner UMTS-Chipsätze unter Selbstkostenpreis an Huawei und ZTE, zwei strategisch wichtige Kunden, mit der Absicht, Icera, seinen seinerzeit wichtigsten Konkurrenten im Marktsegment mit fortschrittlicher Datenratenleistung, zu eliminieren."
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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