WhatsApp-Mitgründer ruft erneut dazu auf:
"Löscht Facebook!"
Ein Jahr nach dem Facebook-Datenskandal in Verbindung mit dem Unternehmen Cambridge Analytica meldet sich WhatsApp-Mitgründer Brian Acton vor Studenten der Universität Stanford zu Wort und ruft weiterhin zum Löschen des sozialen Netzwerks auf.
Der Aufschrei war groß, als im März 2018 bekannt wurde, dass die britisch-amerikanische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica an Informationen von über 87 Millionen Facebook-Nutzern gelangt war. Auch WhatsApp-Mitgründer Brian Acton war entsetzt und rief unter dem Hashtag #deletefacebook dazu auf, das beliebte soziale Netzwerk zu meiden und die Accounts zu löschen. Der vernachlässigte Datenschutz war nicht das einzige Thema, auch die anstehenden Pläne zur Monetarisierung von WhatsApp unterstützte Acton nicht.
Neben diesem Thema sprach Brian Acton jedoch auch über Kapitalismus im Silicon Valley und wie Jungunternehmer bereits in ihrer Startup-Phase dahingehend unter Druck gesetzt werden, Aktionäre zufriedenzustellen. Die sofortige Aufnahme von Risikokapital und die schnellen Versuche Startups an große Unternehmen zu verkaufen sieht Acton kritisch. Ebenso kritisierte er die Inhaltskontrolle von Konzernen wie Facebook, Apple und Google. Die Nutzer geben den Unternehmen die "Macht", die dann mehr oder weniger schlecht darüber entscheiden, welche Webseiten, Apps oder Beiträge gut bzw. angemessen sind, so Acton.
Als Milliardär kritisiert Acton Facebook, Google & Apple
Grund genug für ihn, WhatsApp drei Jahre nach der Übernahme durch Facebook für 19 Milliarden US-Dollar im September 2017 zu verlassen. Seit jeher stellt er sich öffentlich gegen seinen früheren Arbeitgeber. Eingeständnisse wie "Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer verkauft" sind keine Seltenheit. Dass er auch ein Jahr nach dem Datenmissbrauch bei Facebook Menschen überzeugen will, ihren Social-Media-Account zu löschen, zeigt sein Vortrag an der kalifornischen Stanford Universität.Neben diesem Thema sprach Brian Acton jedoch auch über Kapitalismus im Silicon Valley und wie Jungunternehmer bereits in ihrer Startup-Phase dahingehend unter Druck gesetzt werden, Aktionäre zufriedenzustellen. Die sofortige Aufnahme von Risikokapital und die schnellen Versuche Startups an große Unternehmen zu verkaufen sieht Acton kritisch. Ebenso kritisierte er die Inhaltskontrolle von Konzernen wie Facebook, Apple und Google. Die Nutzer geben den Unternehmen die "Macht", die dann mehr oder weniger schlecht darüber entscheiden, welche Webseiten, Apps oder Beiträge gut bzw. angemessen sind, so Acton.
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