Trumps Mauer würde direkt durch den neuen SpaceX-Startplatz laufen
Hinsichtlich der vom US-Präsidenten Donald Trump gewünschten Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko ist ein weiteres pikantes Detail aufgetaucht. An ihrem östlichsten Ende würde die Anlage nach den derzeitigen Planungen mitten durch die Test- und Start-Anlage des Raumfahrunternehmens SpaceX verlaufen.
Startplätze für Raketen, die Fracht in den Orbit bringen sollen, werden stets möglichst weit in Richtung des Äquators gesetzt, denn hier kann man die Rotation der Erde selbst ausnutzen und eine Menge Treibstoff sparen - beziehungsweise mit der gleichen Menge mehr Fracht mitnehmen. Und auf dem US-Territorium liegen die südlichsten Gebiete entweder in Florida, wo die NASA ihre Hauptanlage betreibt, oder eben in Texas direkt an der Grenze zu Mexiko.
Das dort angesiedelte Terrain, auf dem sich SpaceX seine neuen Einrichtungen aufbaut, ist rund fünf Kilometer Luftlinie von der eigentlichen Grenze entfernt. Etwas weiter südlich finden sich aber vor allem Überflutungsflächen wieder, wo der Bau von Grenzanlagen ziemlich kompliziert und teuer wäre. Die einzige Option auf US-Territorium bestünde daher entlang des Texas State Highway 4, womit die Mauer dann mitten durch das SpaceX-Gelände gezogen werden müsste, wie aus einem Bericht der Los Angeles Times hervorgeht.
Seitens des Unternehmens verhält man sich hingegen zurückhaltend. Denn die Firma fällt mit ihren Technologien und der Raumfahrt an sich unter die Belange der nationalen Sicherheit. Und somit kann man es sich natürlich nicht leisten, offen gegen Bundesbehörden zu opponieren. Ein Sprecher von SpaceX bestätigte lediglich, dass seitens des Ministeriums und der Grenzschutzbehörde Anfragen eingegangen seien, weil diese das Gelände offiziell begutachten wollen. "Aktuell prüft SpaceX die Anfrage und führt Gespräche mit dem Heimatschutzministerium, um dessen Vorhaben tiefergehend zu verstehen", erklärte dieser.
Siehe auch: SpaceX: Erstes Raumschiff seit den Shuttles steht auf Startplatz LC-39A
Das dort angesiedelte Terrain, auf dem sich SpaceX seine neuen Einrichtungen aufbaut, ist rund fünf Kilometer Luftlinie von der eigentlichen Grenze entfernt. Etwas weiter südlich finden sich aber vor allem Überflutungsflächen wieder, wo der Bau von Grenzanlagen ziemlich kompliziert und teuer wäre. Die einzige Option auf US-Territorium bestünde daher entlang des Texas State Highway 4, womit die Mauer dann mitten durch das SpaceX-Gelände gezogen werden müsste, wie aus einem Bericht der Los Angeles Times hervorgeht.
Lokale Sorgen
In den Karten, die das US-Heimatschutzministerium bereits für die Mauer-Planungen erstellt hat, soll das auch entsprechend der Fall sein. Für die Region, die sich viel von der Ansiedlung des Raumfahrtunternehmens verspricht, wäre das natürlich eine Katastrophe. Der von dort gesandte Kongressabgeordnete Filemon Vela, der zu den Demokraten gehört, versucht sich daher in Washington gegen diese Pläne zu stellen.Seitens des Unternehmens verhält man sich hingegen zurückhaltend. Denn die Firma fällt mit ihren Technologien und der Raumfahrt an sich unter die Belange der nationalen Sicherheit. Und somit kann man es sich natürlich nicht leisten, offen gegen Bundesbehörden zu opponieren. Ein Sprecher von SpaceX bestätigte lediglich, dass seitens des Ministeriums und der Grenzschutzbehörde Anfragen eingegangen seien, weil diese das Gelände offiziell begutachten wollen. "Aktuell prüft SpaceX die Anfrage und führt Gespräche mit dem Heimatschutzministerium, um dessen Vorhaben tiefergehend zu verstehen", erklärte dieser.
Siehe auch: SpaceX: Erstes Raumschiff seit den Shuttles steht auf Startplatz LC-39A
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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