Google-Managerin: Daten sind nicht das neue Öl - sondern Sonnenschein
Der Suchmaschinenkonzern Google findet sich zunehmend in einer ziemlich ungewohnten Rolle wieder: Lange Zeit war man die beliebte und hippe "Don't be evil"-Firma. Zunehmend wird der Konzern bei den Nutzern aber als monopolistischer Moloch wahrgenommen, der umfassend Nutzerdaten in sich saugt. Man versucht sich nun in einer Charme-Offensive.
Auf dem aktuell stattfindenden Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos versuchte unter anderem Finanzchefin Ruth Porat das Image des Unternehmens, das wegen DSGVO-Verstößen gerade zu 50 Millionen Dollar Strafe verdonnert wurde, wieder aufzupolieren. Dabei nahm sie Bezug auf den bekannten Slogan, nachdem Daten das neue Öl seien - also der moderne Treibstoff der Wirtschaft.
Google will sich als einer der größten Daten-Verwerter aber keinesfalls auf eine ähnliche Stufe wie die alten Ölkonzerne gestellt sehen, weshalb Porat eine andere Metapher zu etablieren versucht. "Daten sind eher Sonnenlicht als Öl", sagte sie. "Sie sind wie Sonnenlicht, wir nutzen es und es regeneriert sich immer wieder."
Porat erklärte auf dem Weltwirtschaftsforum auch blumig ihre Unterstützung für die Regulierung der Datennutzung im europäischen Stil. Man würde es gern sehen, so führte sie aus, wenn so etwas wie die DSGVO auch in den USA umgesetzt würde. Warum man ihr Unternehmen dann aber erst mit Millionen-Strafen dazu zwingen muss, die Regelungen einzuhalten, erklärte die Google-Managerin nicht.
Siehe auch: Google muss 50 Millionen Euro wegen DSGVO-Verletzungen zahlen
Google will sich als einer der größten Daten-Verwerter aber keinesfalls auf eine ähnliche Stufe wie die alten Ölkonzerne gestellt sehen, weshalb Porat eine andere Metapher zu etablieren versucht. "Daten sind eher Sonnenlicht als Öl", sagte sie. "Sie sind wie Sonnenlicht, wir nutzen es und es regeneriert sich immer wieder."
Widerspruch zur Praxis
Und natürlich geht die Finanzchefin des mächtigen Internetkonzerns auch nicht darauf ein, wie man die Daten, die man über Milliarden von Nutzern sammelt, verwendet, um enorme Gewinne zu scheffeln. Porat verwies stattdessen auf die tollen Projekte, die eine solche Sammlung erst nötig macht - wie etwa das Training von Maschinenlernen-Algorithmen, damit diese anhand einer geschickten Mustererkennung Brustkrebs schon in einem möglichst frühen Stadium erkennen können.Porat erklärte auf dem Weltwirtschaftsforum auch blumig ihre Unterstützung für die Regulierung der Datennutzung im europäischen Stil. Man würde es gern sehen, so führte sie aus, wenn so etwas wie die DSGVO auch in den USA umgesetzt würde. Warum man ihr Unternehmen dann aber erst mit Millionen-Strafen dazu zwingen muss, die Regelungen einzuhalten, erklärte die Google-Managerin nicht.
Siehe auch: Google muss 50 Millionen Euro wegen DSGVO-Verletzungen zahlen
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