Kernfusion: Start-up Xcimer aktiviert derzeit größten privaten Laser
Das US-Unternehmen Xcimer Energy startet den Betrieb des gigantischen Lasersystems Phoenix. Ziel des ehrgeizigen Projekts ist die wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion. Ein simples Design mit nur zwei Strahlen soll die hohen Baukosten senken.
Der Ansatz basiert auf den Erfolgen der staatlichen National Ignition Facility in den USA. Diese Einrichtung erreichte Ende 2022 erstmals einen Nettoenergiegewinn bei einer Fusionsreaktion. Während die Anlage 3,5 Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro) kostete und 192 Laserstrahlen nutzt, setzt Xcimer auf ein simpleres Design. Die neue Anlage soll mit nur zwei Strahlen auskommen und geringere Baukosten verursachen.
Wie aus einer Pressemitteilung von Xcimer hervorgeht, dient Phoenix als früher Prototyp. Der Kern der Optik ist 38 Meter lang und liefert eine Pulsenergie von über einem Kilojoule. Ein wesentlicher Vorteil der Architektur ist die höhere Effizienz sowie die geringere thermische Belastung. Ingenieure stehen jedoch vor großen Herausforderungen, da ein kommerzielles Kraftwerk mehrfach pro Sekunde feuern müsste.
Aktuelle Forschungsanlagen lassen sich nur etwa einmal am Tag aktivieren. Zudem erfordert ein wirtschaftlicher Betrieb eine günstige Massenproduktion der Brennstoffkapseln. Auch die Reaktorkammer muss den wiederholten Fusionsreaktionen dauerhaft standhalten. Gelingt das nicht, bleibt die Technologie auf absehbare Zeit unrentabel.
Die Roadmap umfasst drei Meilensteine:
Die Konkurrenz im Bereich der Fusionsenergie wächst, da auch andere Start-ups hohe Investitionen anziehen. Das langfristige Ziel der Branche ist es, eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle ohne langlebigen radioaktiven Abfall bereitzustellen. Ob Xcimer Energy den formulierten Zeitplan für die Marktreife einhält, hängt aber vom weiteren Entwicklungsverlauf ab.
Glaubt ihr, dass die kommerzielle Kernfusion in den 2030er-Jahren Realität wird? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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Startschuss für Fusionslaser-Prototyp
Das in Denver ansässige Start-up Xcimer Energy hat heute den Betrieb von Phoenix aufgenommen. Das ist das weltweit größte in Privatbesitz befindliche Lasersystem für die Kernfusion. Ziel des Unternehmens ist es, die Trägheitseinschlussfusion aus dem Forschungsstadium in die kommerzielle Stromerzeugung zu überführen. Das System nutzt einen Krypton-Fluorid-Excimer-Laser, um Energieimpulse für die Fusion zu erzeugen.Der Ansatz basiert auf den Erfolgen der staatlichen National Ignition Facility in den USA. Diese Einrichtung erreichte Ende 2022 erstmals einen Nettoenergiegewinn bei einer Fusionsreaktion. Während die Anlage 3,5 Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro) kostete und 192 Laserstrahlen nutzt, setzt Xcimer auf ein simpleres Design. Die neue Anlage soll mit nur zwei Strahlen auskommen und geringere Baukosten verursachen.
Wie aus einer Pressemitteilung von Xcimer hervorgeht, dient Phoenix als früher Prototyp. Der Kern der Optik ist 38 Meter lang und liefert eine Pulsenergie von über einem Kilojoule. Ein wesentlicher Vorteil der Architektur ist die höhere Effizienz sowie die geringere thermische Belastung. Ingenieure stehen jedoch vor großen Herausforderungen, da ein kommerzielles Kraftwerk mehrfach pro Sekunde feuern müsste.
Aktuelle Forschungsanlagen lassen sich nur etwa einmal am Tag aktivieren. Zudem erfordert ein wirtschaftlicher Betrieb eine günstige Massenproduktion der Brennstoffkapseln. Auch die Reaktorkammer muss den wiederholten Fusionsreaktionen dauerhaft standhalten. Gelingt das nicht, bleibt die Technologie auf absehbare Zeit unrentabel.
Der Weg zum kommerziellen Kraftwerk
Um die technischen Hürden zu überwinden, hat das Unternehmen einen mehrstufigen Entwicklungsplan aufgestellt. Phoenix markiert dabei den ersten Schritt. In den kommenden Jahren plant Xcimer Energy, die Systeme kontinuierlich zu vergrößern und die Energieausbeute zu steigern.Die Roadmap umfasst drei Meilensteine:
- 2028: Der Verstärker Anvil ist geplant, der 200 Kilojoule Energie liefert.
- Frühe 2030er-Jahre: Das Lasersystem Vulcan mit vier bis zwölf Megajoule soll die Gewinnschwelle erreichen.
- Mitte der 2030er-Jahre: Das Modell Athena ist als erstes kommerzielles Fusionskraftwerk zur Stromerzeugung vorgesehen.
Die Konkurrenz im Bereich der Fusionsenergie wächst, da auch andere Start-ups hohe Investitionen anziehen. Das langfristige Ziel der Branche ist es, eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle ohne langlebigen radioaktiven Abfall bereitzustellen. Ob Xcimer Energy den formulierten Zeitplan für die Marktreife einhält, hängt aber vom weiteren Entwicklungsverlauf ab.
Glaubt ihr, dass die kommerzielle Kernfusion in den 2030er-Jahren Realität wird? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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